Das dritte Barcamp Stuttgart findet am 11. & 12. September in den Räumen der MFG statt. Die 230 Plätze sind schon belegt und es gibt eine Warteliste. In der Regel springen aber kurzfristig noch einige Leute ab und man hat sehr gute Chancen nachzurücken. Wer also Zeit und Interesse hat, sollte sich auf jeden Fall eintragen.
Das Internet schreibt coole Geschichten. Die vier Nerds (Max Salzberg (22), Ilya Zhitomirskiy (20), Dan Grippi (21) und Raphael Sofaer (19)) haben innerhalb von ca. 3 Wochen rund 170.000 USD über die Spendenplattform Kickstarter gesammelt. Sie möchten das Social Network neu erfinden. Ihr Projekt soll ein dezentrales, persönlich kontrolliertes Soziales Netzwerk werden und dabei Privatsphäre im Fokus haben und durch freie quelloffene Software zur Weiterentwicklung einladen. Sie nennen es diaspora*:
the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network
Ob es auch nur ein Fünkchen einer Chance gegen Mark Zuckerberg und sein inzwischen scheinbar unüberwindbares Facebook mit 400 Millionen aktiven Benutzern hat? Keine Ahnung, aber ein Versuch ist es wert! Die überdimensionale finanzielle Beteilligung (Ziel waren nur 10.000USD) zeigt das sehr große öffentliche Interesse an einer solchen Alternative.
Den aktuellen Spendenstand prüfen und selbst ein paar Dollar in die Dose werfen kann man bei Kickstarter. Alle Details zu diaspora* findet man unter www.joindiaspora.com. Natürlich kann man sich aktuell nirgendwo “anmelden”, schließlich soll es ja dezentral sein. Das bedeutet jeder der kann und möchte installiert seine eigene Instanz von diaspora*. Zukünftig soll es aber auch gehostete Versionen geben die man sich so ähnlich wie ein vorinstalliertes Blog auf WordPress.com vorstellen kann. Bis Ende September möchten die Jungs eine erste Version veröffentlichen.
Vielleicht entwickelt sich etwas daraus, immerhin hat Herr Zuckerberg damals auch ganz klein im Angesicht des übermächtigen MySpace angefangen. Sonst bleibt zu hoffen, daß Facebook dadurch weiter unter öffentlichem Druck bleibt und im Bezug auf die Privatsphäre grundlegend umdenkt.
via Rivva & webwriting
Es wird gewarnt. Vor Facebook, vor SchülerVZ, vor StudiVZ und generell vor Sozialen Netzwerken. Ich bin auf Facebook und ich mag es. Allerdings empfehle ich jedem, sich seiner Privatsphäre-Einstellungen bewusst zu sein und diese regelmäßig zu überprüfen. Ja, und man muss sich etwas Zeit dazu nehmen! Wie restriktiv jeder mit seinen Daten umgehen möchte, ist natürlich die eigene Entscheidung. Dazu muss man sich aber mit den Einstellungen der Netzwerke auseinander setzen. Am sichersten sind natürlich die Informationen wenn sie nicht in Facebook oder sonswo stehen.
Was mir dagegen absolut nicht gefällt, ist die Standard-Einstellung der Privatsphäre bei Facebook. Matt McKeon hat dazu einen lesenwerten Artikel geschrieben und die Entwicklung auf Grund seiner Beobachtung und Recherchen visualisiert. Erschreckend, wie inzwischen standardmäßig fast alles bis auf Kontaktdaten und Geburtstag im gesamten Web sichtbar ist. Hier drei der Grafiken von 2005, 2007 und aktuell 2010.
Und jetzt los, eigene Einstellungen überprüfen und einstellen, welche Informationen für welche Benutzergruppen sichtbar sein sollen. Persönlich bedeutet das für mich nicht “keine Informationen einzustellen” oder meinen “Facebook Account löschen” – ich denke nicht, dass dies wirklich Zeitgemäß ist. Es bedeutet aber, meine bestehenden und alle neuen Kontakte in eigene Gruppen wie z.B. Freunde, Familie, Arbeitskollegen und Fremde einzuteilen und meine Profildaten, Fotos, Posts und Kommentare damit zu steuern. Natürlich ist mir bewusst, das es trotz diesen Einstellungen keine absolute Sicherheit gibt, das zeigen natürlich immer wieder in den Medien veröffentlichte Sicherheitslücken, die in solchen komplexen und schnell entwickelnden Netzwerk-Plattformen sich wohl kaum 100%ig ausschließen lassen. Eine Funktion die man auf keinen Fall verwenden sollte, ist Kontakte über das eigene E-Mailadressbuch zu suchen!
PS: Vielleicht interessiert dich auch mein Artikel von 2009 zu diesem Thema.
Gerade entdecke ich noch einen passenden Artikel auf Spiegel-Online.
Gestern fand die Preisübergabe des WebFish auf dem Ökumenischen Kirchentag am Stand von evangelisch.de in München statt. Das Volxbibel-Wiki hat neben crosschannel (Gold) und wie kann ich beten (Bronze) den WebFish in Silber der EKD gewonnen. Besonders geehrt hat mich dabei, daß die Jury besonders das Wiki-Konzept für die Übertragung der Volxbibel hervorhebt und gleichzeitig auf das Potential der nicht-kommerziellen Creative-Commons Lizenz eingeht. Aus meiner Sicht zwei absolut elemtare Bestandteile, an denen sich kulturelle Fronten gegenüberstehen. Auf der einen Seite der Gedanke eine Bibel quasi öffentlich in einem Wiki zu diskutieren und zu übertragen, auf der anderen Seite die Frage mit einer freie Lizenz die Volxbibel erfolgreich kommerziell vermarkten zu können (Vgl. hierzu auch mein letzter Artikel zur Volxbibel History). Vielen Dank an die Damen und Herren der Jury (Robert Basic (@robgreen), Peter Bernecker, Gemeinnützige Medienhaus GmbH, Sandra Bils (@PastorSandy), Claudia Fischer-Appelt, Unternehmensberaterin, Katrin Göring-Eckardt, Präses der Synode der EKD, Ulrich Hacke, EKD Internetarbeit, Melanie Huber, evangelisch.de, Ralf-Peter Reimann, evangelisch.de, Beate Steffens, Greenpeace), welche diese Feinheiten so schön erkannt und herausgestellt haben! Hier die komplette Pressemeldung zum silbernen WebFish:
Ein Wiki ist eine Online-Mitmachplattform, die die Zusammenarbeit von Internetnutzern ermöglicht. Die zunächst als Buch herausgegebene Volxbibel ist längst nicht mehr nicht statisch, sondern kann über das Wiki ergänzt und verbessert werden. So steht nun im Netz eine dynamische und lebendige Mitmachbibel als Arbeits- und Leseversion. Die Jury überzeugte die Idee, das Wiki-Konzept für eine Bibelübertragung in Jugendsprache zu nutzen und so die eigentliche Übersetzungs- und Übertragungsarbeit auf einen neuen Weg zu bringen. Positiv hat die Jury auch wahrgenommen, dass die so im Internet erarbeitete Fassung der Bibel in Jugendsprache unter so genannten Creative Commons-Lizenz steht: das ermöglicht die kostenfreie Weitergabe der Texte für private Zwecke oder für die Gemeindearbeit. Damit wird die Verbreitung dieser Bibelübertragung spürbar vereinfacht. Obwohl in guter Wiki-Tradition jeder Interessierte an der Volxbibel mitarbeiten kann, sind noch weitergehende Arbeitsschritte eingeplant, die eine Überprüfung der Textfassung durch Pädagogen und Theologen sicherstellen, bevor die Passagen endgültig veröffentlicht werden. Der Protestantismus lebt von Bibelübersetzung und Bibelübertragung; die Jury drückt durch die Preisvergabe ihre Anerkennung aus, dass mit dem VolxbibelWiki das Medium Internet gelungen zur Bibelübersetzung und Verbreitung eingesetzt wird.
Ich habe mich gefreut Martin zu treffen. Es war sogar nebenher noch ein wenig Zeit ein paar strategische und technische Themen rund um das Wiki anzusprechen. Ich wünsche mir jedoch mehr aktive Unterstützung beider Verlage (Pattloch / Droemer Knauer & Volxbibel-Verlag / SCM) für das Wiki und die Community, durch welche überhaupt neue und wesentlich überarbeitete Versionen der Volxbibel möglich werden!
Den entsprechenden Artikel zur Preisverleihung sowie das Foto oben und weitere Fotos findet man auf den Seiten von evalgelisch.de.
Endlich hat Facebook den Chat auf das freie XMPP Protokoll umgestellt. Damit kann man sich nun mit vielen Instant Messaging tools verbinden und multipliziert somit die Chat Kontakte. Ich verwende Pidgin als Client. Eine Anleitung mit personalisieren Daten bekommt man hier. Für Pidgin muss einfach ein neues XMPP – Konto angelegt werden:
Leider wird aktuell eine verschlüsselte Verbindung nicht unterstützt, was ich extrem fahrlässig finde. Ich hoffe, dass sich dies bald ändert.
Die Gruppen in die man seine Facebook-Kontakte ggfs. unterteilt hat werden übrigens auch lokal angezeigt. Bei entsprechender Anzahl an Kontakten kann dies natürlich auch schnell nervig werden. Über den Chat in der Facebook Website kann man einzeln einstellen welche der Gruppen als Online angezeigt werden sollen. Dies wirkt sich auch auf die Gruppen die in Pidgin angezeigt werden aus. Hoffentlich trägt dies auch einen Teil dazu bei, dass geschlossene (proprietäre) Protokolle wie ICQ oder MSN ausgerottet werden.
(via nodch)
Je mehr Freunde auf Facebook sind, um so mehr Sinn macht es, dort auch Events und Termine einzustellen und direkt zu privaten Partys oder öffentlichen Veranstaltungen einzuladen. Noch praktischer ist es jedoch, wenn durch die Terminbestätigung der Termin direkt im eigenen Kalender angezeigt wird. Wer z.B. den Google Kalender verwendet, kann die Termine in wenigen Schritten als zusätzlichen Kalender direkt dort anzeigen.
Im übrigen können die Veranstaltungen auf diese Weise auch in andere Kalender wie Apple iCal oder Microsoft Outlook exportiert werden.
FREE KEVIN ist eine Sammlung von Dokumentationsfilmen, Trailer und Ausschnitten aus Nachrichtensendungen zur Hacker- und Computer-Nerd-Kultur der Jahre 1980 – 2000. FREE KEVIN wurde als Slogan von der Hackercommunity in den 90iger Jahren verwendet, um gegen die Haft von Kevin Mitnick zu protestieren. Kevin war der Meist gesuchte US-amerikanische Hacker und ist heute Geschäftsführer einer Sicherheitsfirma! Wer mehr über Kevin wissen möchte kann u.a. dieses Interview vom heise-Verlag lesen.
FREE KEVIN is a screening series featuring 15.4 GB of downloaded films and documentaries depicting hackers and related computer culture from the 1980s-2000s. A range of material, representing divergent points of view and intended audiences, including blockbuster films, educational television programming for public broadcast, and documentaries produced within the hacking community itself will be shown side-by-side.
Sicherlich sind nicht alle Videos wirklich spannend, ich habe sie mir nicht alle angesehen. Empfehlen möchte ich aber die Serie Triumpf of the Nerds. Wer einmal echte Nerds von Microsoft, Apple und Intel wie Bill Gates, Steve Jobs, Steve Wozniak und vielen anderen Freaks anschauen möchte, sollte dort reinzappen. Hier der erste Teil von insgesamt neun Youtube Videos die ich unten verlinkt habe.
Diese Playlist fasst alle 18 Youtube Filme von Triumpf of the Nerds zusammen. Eine interessante Einheit aus der frühen Computergeschichte.
Digitale Überforderung oder Information Overload ist wieder verstärkt seit dem Buch Payback von Frank Schirrmacher in der Diskussion. (Ich empfehle als Hintergrundlektüre dazu u.a. die Artikel Der erschöpfte Algorithmenstürmer von Matthias Schwenk und Die bedrohte Elite von Sascha Lobo).
Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht gewachsen bin. Und auch nie gewachsen war. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass es fast allen anderen Menschen ebenso geht. Nicht nur zu unserer Zeit, sondern zu allen Zeiten. (Sascha Lobo im SpON)
Für einen sofortigen digitalen Ausstieg gibt es jetzt auch alle wichtigen Social Networks als Buch, z.B. Twitter bei Tweetbookz. Die passenden Kult-Covers findet man auf Flickr im Set von Stéphane Massa-Bidal.
Seit heute morgen läuft mein KabelBW Anschluss und ersetzt die bisherigen Problemchen mit Alice. Die letzten 2 Monate mit Alice waren anstrengend. Erst nach ca. vier Wochen funktionierte die Telefonie stabil, allerdings extrem zu lasten der DSL-Geschwindigkeit, obwohl mein Standort laut Hotline nahe am Telekom-Knoten liegt und eigentlich perfekte Bedingungen hat. Fazit nach einigem herum ärgern mit Hotline und einem KabelBW Angebot ohne die unnötige Kabel-Grundgebühr war der konsequente Ausstieg. Das Angebot lässt sich scheinbar nicht auf der Website finden. Ich hatte den Link aus einem Heise-Artikel.
Eigentlich hätte ich mich schon länger mit der Konfiguration für meine Fritzbox 7170 auseinander setzen können, nicht erst am Montag morgen, nachdem Alice abgeschaltet hat. Leider stellt KabelBW absolut keine Informationen zu dem installierten Kabelmodem noch irgendwelche Hinweise zur Konfiguration weiterer Geräte zur Verfügung. Der FAQ kann man lediglich den Hinweis entnehmen, dass man einen Router oder WLAN-Router anklemmen kann. Hilfe bekommt man im KabelBW Forum und eine gute Dokumentation findet man darüber im IP-Phone Wiki.
Die Angebote von Alice haben mir früher schon wegen ihrer kurzen Laufzeit von 4 Wochen sehr zugesagt. Dies schafft normalerweise beim Kunden Vertrauen und Sicherheit auf eine gute und bleibende Qualität. Zum Zeitpunkt meines Vertragsabschlusses musste ich mir die 4 Wochen Laufzeit allerdings schon teuer erkaufen. Aktuell kostet dies Einmalig 39,90 EUR und man spart auch nicht die ca. 10EUR pro Monat im ersten Jahr. Scheinbar konnte Alice ihren bisherigen Vertrauensvorschuss nicht halten. Jedenfalls sind wir damit leider zum Nachteil der Kunden wieder zurück bei den klassischen 24monatigen Knebelverträgen. Auch mein jetziger Vertrag mit KabelBW wurde meinerseits nur zähneknirschend über 24 Monate eingegangen. Solche langen Verträge scheinen sich immer negativ auf die langfristige Qualität aus zu wirken. Was hat Alice mE falsch gemacht?
1. Hotline: Die einzelnen Mitarbeiter der Hotline scheinen keinen guten Überblick über den Verlauf der Probleme zu haben was mich sehr wundert. Funktioniert das CRM nicht? Von den ca. 20 Dokumentierten anrufen verlief ca. 1/3 höchst unbefriedigend und unfreundlich.
2. Es wurde trotz offensichtlich anhaltender Probleme über mehrere Wochen kein Techniker vorbei geschickt.
3. Es gab keinerlei Angebot irgendwelcher Kompensation, z.B. einer Gutschrift oder Rückzahlung der Grundgebühren.
Eigentlich schade, zumal mir die Vertragsbedingungen bei Alice eher zusagen. Als Kunde ist natürlich auch jeder Wechsel mit Aufwand und Ärger verbunden, deshalb ist dies eigentlich keine Option, solange faire Angebote gemacht werden und langjährige Kunden ebenfalls die Vorteile und angepassten Preisreduktionen erhalten. Inzwischen genieße ich die 20.000 – 25.000kbit/s.
Google Wave war das “Killertool”, das alle erwarten und keiner ein Invite hatte (hier mein erster Post dazu). Killer ist es noch nicht ganze, aber ich glaube dass der zentrale serverbasierte Ansatz zukünftig grundlegend für die digitale Kommunikation ist. Jetzt gibt es wieder eine Welle neuer Einladungen und Google Wave macht natürlich nur dann Sinn, wenn alle Kontakte dabei sind. Wer eine möchte bitte hier melden und eine Google-Adresse hinterlassen. Solange Vorrat reicht eben…