Schuld sind immer die Anderen

Ich bin sehr gespannt auf den neuen Kinofilm – Schuld sind immer die Anderen, von Cousin Lars-Gunnar Lotz (Regie). Der Film setzt sich mit dem Thema Jugendkriminalität und Schuld auseinander. Alternativen zum Strafvollzug sind ein Thema dass mich zuletzt wegen der Arbeit von Annika in diesem Bereich verstärkt interessiert. Einige Hintergründe kann man im Interview mit Lars nachlesen. Ob und wann der Film in die Kinos kommt ist noch nicht klar. Wer ein wenig unterstützen möchte, kann z.B. die Facebook-Seite liken.

Ben bekommt im idyllisch gelegenen „Waldhaus“ die einmalige Chance auf einen Neuanfang. Als einer von sieben jugendlichen Straftätern soll er in der familiären Gemeinschaft soziale Kompetenz erlernen und Geborgenheit erfahren. Doch als er auf seine Hausmutter Eva trifft, ist er geschockt: Sie ist eines seiner Opfer. Sein brutaler Überfall auf sie wurde nie aufgeklärt. Während Ben alles versucht, um in der Gruppe nicht aufzufallen, wächst in Eva der Verdacht.

Hier der Trailer:

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Kaufen für die Müllhalde

Ein interessante Dokumentation von arte zum Thema der geplanten Obsoleszenz, also der geplanten Alterung von Produkten. Sehenswert!

Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.

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(via @jke, thnx)

Apple TV

Die Tage habe ich mir ein Apple TV geordert, trotz eher mageren Rezensionen und ebensolchen Features. Was das Apple TV für mich doch einigermaßen attraktiv macht, ist 1) der Preis ist mit 119,- EUR überschaubar  2) es ist ein Apple Produkt und funktioniert idR erst mal einfach. Auspacken, anschließen, tut.

Das Wohnzimmer Setup:

Samsung HT-C5500 Heimkinosystem. Aus Platzgründen habe ich keinen großen Receiver gekauft. Die beste Preis-/Leistungsoption schien mir dieses Heimkinosystem zu sein. Immerhin hat es zwei HDMI-Eingänge. Eigentlich sinnvoll wären wohl eher 3-4 Eingänge und zwei Ausgänge. Das ist aber aktuell als Receiver eher selten und teuer. Dazu habe ich diesen WLAN-Stick von Hama bestellt. Er ist wesentlich billiger, als das original Samsung Zubehör und soll funktionieren. Ich habe es noch nicht getestet.

Beamer von Acer H5350 und ein normaler 19′ TFT-Monitor von Asus. Der Monitor hat allerdings keinen HDMI-Eingang, weshalb wohl auch die Benutzeroberfläche und Konfiguration vom Samsung Heimkinosystem nicht angezeigt wird. Das Apple TV kommt mit dem TFT klar. Für den TFT Monitor verwende ich aktuell einen HDMI > DVI Adapter. Langfristig ist an dieser Stelle ein Monitor mit HDMI Eingang notwendig.

Zubehör: Perfekt funktioniert der HDMI Splitter von Viforo. Damit kann ich den einen HDMI-Ausgang auf Beamer und TFT-Monitor gleichzeitig ausgeben. Leider wird ein kleines Netzteil benötigt, also wieder etwas Kabelsalat. Außerdem habe ich noch einen automatischen HDMI Umschalter von Vivanco herumliegen. Mehrere Eingangssignale lassen sich damit schmerzfrei umschalten und er erkennt auch automatisch den aktiven Anschluss. Derzeit reichen mir aber die zwei Eingänge aus. Sinnvoll sind auch möglichst kurze HDMI Kabel. Kürzer als 0,5m habe ich aber nicht entdeckt.

Als keinen “Server” verwende ich die Eee Box B206 von Asus. Wichtig, sie hat einen HDMI Ausgang. Allerdings waren meine Versuche darauf irgend ein Linux stabil zu betreiben nicht wirklich erfolgreich. Die Umsetzung einiger Details. z.B. die korrekte Konfiguration der Fernbedienung, wurde mir schnell zu aufwändig. XMBC und Boxee erfüllen bisher meine Erwartungen nicht. Insbesondere fehlen die Möglichkeit Musik in einer Playlist zu speichern oder eine Queue während der Wiedergabe zu befüllen. Simples abspielen nach Album und Interpret ist nicht zeitgemäß. Eine Abspiel-Queue ist bei Boxee aktuell nur für Youtube-Videos vorgesehen. Wirklich besser funktioniert es aber unter dem mitgelieferten WinXP auch nicht, aber immerhin kann man dann iTunes installieren. Inzwischen dient die Eee Box leider nur noch als “iTunes Server” auf den das Apple TV zugreift.

Apple TV

Zur Zeit nutze ich das Apple TV hauptsächlich um Musik von meiner EEE Box im Büro zu streamen. Vorraussetzung dafür ist ein PC oder Laptop mit laufendem iTunes. Über die Funktion Privatfreigabe, kann man damit auf die iTunes-Mediathek zugreifen. Direkt von einem NAS-Laufwerk kann man dagegen leider nicht Streamen.

Seit dem letzten Update ist außerdem Airplay vorhanden. Damit lassen sich z.B. Bilder und Musik direkt von iTunes oder einem iPhone / iPad auf das Apple TV streamen. Details zu Airplay in diesem Youtube-Video.

Ich gehe davon aus, dass es in Zukunft noch weitere Funktionen für das Apple TV geben wird. Einerseits ist die Hacker-Community schon sehr aktiv. Wie auch beim iPhone gibt es einen Jailbreak, mit dem sich (zukünftig) weitere Apps installieren lassen. Dies könnte z.B. ein Last.fm Player sein, oder eben die Anbindung von Netzlaufwerken, ohne über den iTunes Umweg gehen zu müssen. Die Grundlage des Apple TV ist iOS, womit potentiell auch die iPad / iPhone Apps denkbar sind. Damit ist ein Appstore-Konzept auch für das Apple TV denkbar und wird auch hoffentlich in naher Zukunft umgesetzt. Bleibt zu hoffen, das damit viel mehr möglich wird.

Kino via iTunes

Eines der komfortabelsten Features ist die über den iTunes-Store integrierte Online-Videothek. Filme können damit direkt via Apple TV gekauft und kurze Zeit später angeshen werden. Mit meiner 25Mbit KabelBW Verbindung sind die Filme meist sofort zum anschauen bereit. Filme in SD-Qualität bekommt man ab 2,99 EUR, HD-Qualität ab 3,99 EUR. Ich empfinde aktuell SD als ausreichend gut. Preislich befindet sich das ganze aus meiner Sicht damit am oberen Limit, jedenfalls wenn man Aufand und Kosten des Konzeptes mit einer normalen Videothek vergleicht.

Was offen bleibt

Außerdem höre ich regelmäßig Poscasts. Leider ist man dabei auf die in iTunes verfügbaren Podcasts und Medien eingeschränkt. Herrlich wäre natürlich sonstige Inhalte aus dem Web oder einer Mediathek abspielen zu können.

Schmerzlich ist, dass ich ebenfalls keinen weg gefunden habe, Musik einer spontanen Abspielliste hinzuzufügen. Es scheint mir unvorstellbar, dass dies wohl niemand benötigt. Ich würde mich gerne kurz durch meine Mediathek klicken und Intepreten, Alben oder einzelne Songs die ich in der nächsten Zeit hören möchte zu einer Abspielliste hinzuzufügen. Einzige Möglichkeit die mir AppleTV bietet ist das starten einer Genius-Zusammenstellung auf Basis eines Songs. Eigentlich würde ich diese Funktion auch über Sämtliche Inhalte hinweg wünschen. Warum nicht schon während des Podcast definieren, welcher Podcast als nächstes läuft oder mit welchem Film oder Album es weitergehen soll?

Der erste Einstieg in das Apple TV ist simpel und intuitiv möglich. Nach kurzem experimentieren mit der Remote hat man die viele Funktionen entdeckt. Mehr als ein kurzes Pamphlet wird auch nicht mitgeliefert. Allerdings sind manche Möglichkeiten nicht so direkt auffindbar. Deshalb lohnt sich auch ein Blick ins Online-Handbuch.

The Butterfly Circus

The Butterfly Circus ist ein beeindruckender Kurzfilm, der mir über einen Link zu Nick Vujicic aufgefallen ist. Der Film ist außerdem Gewinner des Kurzfilmwettbewerb von The Doorpost Film Project zum Thema Hoffnung. Definitiv wie beschrieben ein “atemberaubendes Meisterwerk von Regisseur Joshua Weigel”. Auf Youtube in zwei 10min Teilen zu sehen:

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Eine Bewegende Marketing Lektion

Bewegender Kurzfilm Historia de un letrero von Alonso Alvarez Barreda, wama films. Viel zu oft vergessen wir was wir eigentlich haben und wie dankbar wir sein sollten!

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Für Miriam

Szene aus dem Film

Szene aus dem Film

Für Miriam, der neue Film von meinem Cousin Lars-Gunnar Lotz läuft aktuell noch auf ARTE +7. Ich hatte ihn während meinem Urlaub auf ARTE verpasst, dann aber den Hinweis von Depone auf die Online-Version gesehen.

Ein Film der Gefühle aufwühlt und unbequeme Fragen zulässt. Paradoxe und Spannungen zwischen Schuld, Vergebung, Hass, Vergeltung, Gefühlen, Glaube und Liebe.

In der Pressemappe befindet sich ein interessantes Interview mit Lars-Gunnar Lotz:

Wie sind Sie auf das Thema gestoßen?

Ich war schon länger auf der Suche nach einer Geschichte, die die Thematik Schuld und Sühne auf eine menschliche und lebensnahe Weise erzählt. Es hängt sehr viel Mystisches an diesen Worten und in meiner christlichen Erziehung war dieses Thema immer sehr stark besprochen worden, aber es interessierte mich wie es sich im normalen Leben auswirken kann. Dann traf ich die Autorin Anna Praßler, die diese Grundidee lieferte, welche sie in ähnlicher Weise in ihrem Umfeld erlebt hatte. Und so entwickelten wir dann zusammen die Geschichte.

Die verborgenen Ängste und Sehnsüchte der Figuren sind Teil des Grundkonflikts in FÜR MIRIAM. Inwieweit spiegeln die Figuren die deutsche Gesellschaft wieder?

Mir war es wichtig zu zeigen woran sich Menschen heutzutage festhalten. Da gibt es wie bei dem Schüler Lukas den Glauben, die Religion, oder im Gegensatz dazu bei der Hauptdarstellerin die Mathematik, die Naturwissenschaft, etwas das sich nie ändern wird. Mich hat interessiert inwieweit solche Anker halten bzw. was passiert, wenn sie anfangen brüchig zu werden und nicht mehr die stabile Grundlage bieten, an die man sich angelehnt hat und von der man Halt erwartet. Ich weiß nicht, ob man jetzt so generell über eine Gesellschaft sprechen kann, aber die Sehnsucht nach Orientierung und Halt spüre ich mehr denn je. Und in unserer Geschichte finden es die beiden Figuren letztendlich aneinander. Zumindest für diesen Moment.

Der Umgang mit dem Tod ist ein weiteres tragendes Thema des Filmes. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie als Pastorensohn?

Wenn man mit der Vorstellung aufwächst, dass nach dem Tod nicht alles vorbei ist, sondern das Leben weitergehen kann, lässt einen das schon etwas einfacher mit dem Tod umgehen. Trotzdem bleibt die Ungewissheit, wie genau das dann auszusehen hat. Doch damit beschäftige ich mich nicht allzu sehr, weil es sowieso keine befriedigende Antwort geben wird. Was mich mehr schmerzt ist die Frage, warum gerade er oder sie? Das fühlt sich alles so nach Willkür an und das ist schrecklich. Ich denke so ähnlich geht es auch der Hauptfigur. Wieso fahre ich das Auto? Und warum trifft es ausgerechnet dieses junge Mädchen?

Wollen Sie mit der Beziehung zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler bewusst provozieren?

Ich habe versucht die beiden Figuren von Anfang an ohne ihren Status zu sehen und sie aus ihrem Schmerz und ihren Sehnsüchten heraus zu verstehen. Dass sie in einem Schüler-Lehrer Verhältnis stehen, erhöht die Dramatik ihrer Geschichte. Aber im Kern trifft eine Frau, die sich schuldig fühlt, auf einen Jungen, der sie für schuldig hält, was sonst keiner in seinem jeweiligen Umfeld tut. So bedingen sie sich gegenseitig und sind die Einzigen, die den Anderen verstehen. Dies führt zu ihrer engen Bindung, sei es rau und gewalttätig wie am Anfang oder zart und liebevoll wie am Ende.

Den Film kann man aktuell ab 23.00h online anschauen. Er ist sehr intensiv und enthält einige erotische Szenen und ist ab 18 eingestuft. Die Musik stammt übrigens von Daniel Benjamin. Den Trailer und weitere Informationen findet man auf miriam-film.de.

[via DEPONE]

Vom wirklichen Leben

In den letzten Monaten sind mir einige interessante Dokumentarfilme begegnet.

Erst kürzlich hat langhaarschneider I AM NOT ALONE (A Musician`s Search for the Human Cost of War) vorgestellt. 2005 zog Michael Franti als Musiker in den Irak und filmte und lebte dort.  Spannende Aufnahmen. Den Film gibt es komplett online auf Google-Video: Continue reading