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Für Miriam

Szene aus dem Film
Szene aus dem Film

Für Miriam, der neue Film von meinem Cousin Lars-Gunnar Lotz läuft aktuell noch auf ARTE +7. Ich hatte ihn während meinem Urlaub auf ARTE verpasst, dann aber den Hinweis von Depone auf die Online-Version gesehen.

Ein Film der Gefühle aufwühlt und unbequeme Fragen zulässt. Paradoxe und Spannungen zwischen Schuld, Vergebung, Hass, Vergeltung, Gefühlen, Glaube und Liebe.

In der Pressemappe befindet sich ein interessantes Interview mit Lars-Gunnar Lotz:

Wie sind Sie auf das Thema gestoßen?

Ich war schon länger auf der Suche nach einer Geschichte, die die Thematik Schuld und Sühne auf eine menschliche und lebensnahe Weise erzählt. Es hängt sehr viel Mystisches an diesen Worten und in meiner christlichen Erziehung war dieses Thema immer sehr stark besprochen worden, aber es interessierte mich wie es sich im normalen Leben auswirken kann. Dann traf ich die Autorin Anna Praßler, die diese Grundidee lieferte, welche sie in ähnlicher Weise in ihrem Umfeld erlebt hatte. Und so entwickelten wir dann zusammen die Geschichte.

Die verborgenen Ängste und Sehnsüchte der Figuren sind Teil des Grundkonflikts in FÜR MIRIAM. Inwieweit spiegeln die Figuren die deutsche Gesellschaft wieder?

Mir war es wichtig zu zeigen woran sich Menschen heutzutage festhalten. Da gibt es wie bei dem Schüler Lukas den Glauben, die Religion, oder im Gegensatz dazu bei der Hauptdarstellerin die Mathematik, die Naturwissenschaft, etwas das sich nie ändern wird. Mich hat interessiert inwieweit solche Anker halten bzw. was passiert, wenn sie anfangen brüchig zu werden und nicht mehr die stabile Grundlage bieten, an die man sich angelehnt hat und von der man Halt erwartet. Ich weiß nicht, ob man jetzt so generell über eine Gesellschaft sprechen kann, aber die Sehnsucht nach Orientierung und Halt spüre ich mehr denn je. Und in unserer Geschichte finden es die beiden Figuren letztendlich aneinander. Zumindest für diesen Moment.

Der Umgang mit dem Tod ist ein weiteres tragendes Thema des Filmes. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie als Pastorensohn?

Wenn man mit der Vorstellung aufwächst, dass nach dem Tod nicht alles vorbei ist, sondern das Leben weitergehen kann, lässt einen das schon etwas einfacher mit dem Tod umgehen. Trotzdem bleibt die Ungewissheit, wie genau das dann auszusehen hat. Doch damit beschäftige ich mich nicht allzu sehr, weil es sowieso keine befriedigende Antwort geben wird. Was mich mehr schmerzt ist die Frage, warum gerade er oder sie? Das fühlt sich alles so nach Willkür an und das ist schrecklich. Ich denke so ähnlich geht es auch der Hauptfigur. Wieso fahre ich das Auto? Und warum trifft es ausgerechnet dieses junge Mädchen?

Wollen Sie mit der Beziehung zwischen einer Lehrerin und ihrem Schüler bewusst provozieren?

Ich habe versucht die beiden Figuren von Anfang an ohne ihren Status zu sehen und sie aus ihrem Schmerz und ihren Sehnsüchten heraus zu verstehen. Dass sie in einem Schüler-Lehrer Verhältnis stehen, erhöht die Dramatik ihrer Geschichte. Aber im Kern trifft eine Frau, die sich schuldig fühlt, auf einen Jungen, der sie für schuldig hält, was sonst keiner in seinem jeweiligen Umfeld tut. So bedingen sie sich gegenseitig und sind die Einzigen, die den Anderen verstehen. Dies führt zu ihrer engen Bindung, sei es rau und gewalttätig wie am Anfang oder zart und liebevoll wie am Ende.

Den Film kann man aktuell ab 23.00h online anschauen. Er ist sehr intensiv und enthält einige erotische Szenen und ist ab 18 eingestuft. Die Musik stammt übrigens von Daniel Benjamin. Den Trailer und weitere Informationen findet man auf miriam-film.de.

[via DEPONE]

Mimikry – der Film

Mimikry ist ein Kurzfilm von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Trailer und die Beschreibung sind echt spannend und ich hoffe ihn bald mal in voller Länge zu sehen (ähm, Franziska?).

Nehmen Sie an unserem Experiment teil…

Vic arbeitet als Headhunter für ein Unternehmen, das Phobiker für ein neues Therapieexperiment – den so genannten Fluidschlaf – rekrutiert. Im Fluidschlaf betritt der Patient die Welt seiner tiefsten Träume und Sehnsüchte während er 6 Tage lang in einen Zustand der Schwere- und Bewusstlosigkeit versetzt ist. Umgeben von den Phobien anderer Menschen ist Vic unmerklich selbst zum Gefangenen seiner Angst geworden. Täglich führt er zahlreiche Interviews mit potentiellen Testpersonen durch, gleitet einsam durch die Großstadt auf der Suche nach Kandidaten für die geheimnisvolle Maschine, die Ängste heilt und Träume wahr werden lässt. Niemals darf Vic die Kontrolle über seine Gefühle verlieren, niemals zulassen, dass die Ängste seiner Patienten auf ihn einwirken, deren Nähe er inzwischen mehr scheut als alles andere. Doch etwas nagt an Vic. Jemand ist ihm aufgefallen: Eine mysteriöse Frau, die sich plötzlich auf seine Fährte begibt.
Verloren in einer Welt aus Ängsten und Sehnsüchten gleitet Vic plötzlich immer tiefer in sein eigenes Unterbewusstsein – und kommt einer seltsamen Wahrheit auf die Spur… (Quelle)

Youtube Link

Four Eyed Monsters

Susan und Arin haben ihren independant Film “Four Eyed Monsters (FEM)” für kurze Zeit komplett auf Youtube gestellt (71 Minuten). Schon letztes Jahr war ich fasziniert von dem Projekt (mein Post dazu). Den Film habe ich bislang aber nie komplett gesehen. Seit dem 8. Juni gibt es den Film für eine Woche auf Youtube sowie in verschiedenen Formaten im Shop auf auf der Homepage.

Nachdem sich die Künstler Arin und Susan sich das erste mal getroffen haben, beschließen sie ausschließlich über Kunst in Form von schriftlichen Nachrichten, Fotos, Bilder, Zeichnungen und Videos zu kommunizieren. Aus Unmengen von Material in Form dieser Kunstwerke entwickelt sich der faszinierende Feature Film aus dieser eigenartigen Beziehung. Sehr schön auch die Musik zum Film. FEM ist ein digitales Kunstwerk, in das man sich über viele Videocasts, Podcasts und Webseiten eingraben kann.

aus dem Film, ca. 54. Minute:

… “You know, you never get to say the things that you want to say, and then, when you get the chance to say it, just words are not enough – so you just lock up. you don’t say anything. and that’s when you hear sounds, or worse, you don’t, you hear just like some filler, something to take up the space, fill in the gap that’s there because you dont know how to say what you really want to say – probably it can’t be said.” …

Der Trailer zum Film:

Download link

Direktlink zum gesamten Film auf Youtube

[via Twitter]

Film: Der Besuch von Adrian Plass

Der Besuch, ein Roman von Adrian Plass, wurde kürzlich von Zeljka Morawek in Stuttgart verfilmt. Adrian Plass ist vielen duch sein Buch Das Tagebuch eines frommen Chaoten beaknnt. In seinem Buch Der Besuch erzählt Plass mit gewohnt spitzer ironischer und zugleich tiefsinniger Feder die Geschichte einer Kirchengemeinde deren Gründer für einige Wochen auf einen persönlichen Besuch vorbeischaut. Eine lustige, spannende und zugleich herausfordernde Geschichte. Um so mehr bin ich Daruf gespannt die DVD zu sehen. Weitere Infos gibt es auf der Webseite zum Film.

“Es ist keine bedeutende Kirchengemeinde, die sich der Gründer für seinen Besuch ausgewählt hat. Und wie schon vor 2000 Jahren hält er sich wieder nicht an die Spielregeln und zeremoniellen Abläufe. Für die einen wird er zum Stein des Anstoßes. Für die anderen zur Lichtgestalt. Und das vier Wochen vor Weihnachten.

(via context 21)

CEDRIC – Der Film

“Willkommen bei AFTER LIFE, dem führenden Experten für Jenseitslogistik, bitte wählen sie das gewünschte Stockwerk.” (CEDRIC – Der Film)

Das neue Unternehmen AFTER LIFE bietet pofessionelle Logistikabwicklung ins Jenseits. Während der Abwesenheit des Todes hat sein Neffe CEDRIC die Geschäftsidee umgesetzt und ist Marktführer. Cedric ist die Abschlussarbeit von einigen Studenten des Studienganges Medienproduktion – FH Lippe. Weitere Informationen und Downloads gibt es auf der Homepage zum Film. Den Jungs ist wirklich ein genialer und lustiger Animationsfilm gelungen, alle Achtung. Cedric’s Geschäftsidee kommt am Ende nicht wirklich weit. Gute wenn man den echten Experten zum Thema persönlich kennt.

[via Messenger – Danke Schrauberpack für den Tipp!]