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Die Wii für Arme

Montag in Stuttgart, Webmontag. „Aha, das ist praktisch ne Wii für Arme„, kommentiert Oliver Gassner die wilden Armbewegungen von Matthias Palme. Bewegungserkennung in Flash mit ActionScript 3 war ein Hochschulprojekt der HDM Stuttgart, bei dem FNORD als Praxisbeispiel entstanden ist. Alle wollen mehr Praxisbeispiele! Und in der Tat, mit einer billigen Webcam ab 19,90,- ist man dabei:

Fnord bringt ein neues Spielgefühl auf deinen PC! Steuere ein UFO durch die Weiten des Alls, fremde Raumstationen und Asteroidenfelder. Ohne Maus oder Tastatur, nur über deine Körperbewegungen. Eine ganz normale Webcam reicht aus, um deine Bewegungen auf deinen Computer zu bringen.

Zum Spielen benötigst du den neuesten Flash Player, eine Webcam und einen aktuellen Rechner.

mein HighscoreEndlich eine sinnvolle Anwendung für meine Webcam! Ich habe heute natürlich erst einmal selbst getestet und das UFO zu Schrott geflogen. Ein bisschen Übung muss wohl noch sein. Mehr Praxisbeispiele waren natürlich auch dabei. In der Gallery Incomplet gibt es eine riesige Sammlung davon. Lustig z.B. auch Human Torch (11.2005) oder Webcam Goo (02.2006).

Insgesamt eine gute Veranstaltung auf der ich sicher immer mal wieder auftauchen werde. Wer mehr Infos möchte muss ins Wiki schauen oder in diversen Blogs (Henning Schürig, Bilder von Kai Nehm, Andreas Dittes (Barcamp Stuttgart), Dirks Hirnableiter, bloggas.de, Digitale Tage, Christoph Hübner) genauer lesen.

Offizielle Benachrichtigung des Deutschen Wetterdienstes, WTF?

WTF, wiebitte? Die Qualität der Spam-Mails war auch schon besser. Denen muss es doch einfach langweilig sein, dieser Text und eine Website von der ich keinen einzigen Satz lesen kann. Was soll ich denn da kaufen!?

Sehr geehrte Damen und Herren,
WTF!? wie der Wetterdienst zum 7.04.2007 berichtet, werden in Deutschland in der naechsten Zeit Ueberschwemmungen erwartet. Besonders gefaehrliche Situation bildet sich fuer die am Ufer der Elbe gelegenen Orten.

Der westliche Teil Deutschland sollte aber auch auf der Hut sein, denn eventuelle Hochwasser-Situationen koennen auch dort entstehen. Infolge all dessen bitten wir Sie entsprechende Massnahmen zu ergreifen.
Naeheres dazu sowie auch notwendige Sicherheitsmassnahmen kann man hier http:// overturekorea . biz/ abrufen

Vielen Dank fuer Ihre Aufmerksamkeit

Zum Glück hab ich ein Schlauchboot im Keller liegen. Die Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes liest man wohl besser auf dessen Website.

Wichtiges Update:

Das Virenguard Weblog hat entdeckt das die koreanische Seite schädlichen Code – ein Java Script Exploit – enthält. An diese Möglichkeit hatte ich bisher nicht gedacht. Vielen Dank für den Hinweis.

Warum man mehr von weniger Auswahl hat

Unsere Gesellschaft hat ein gesundes Maximum an Wohlstand überschritten meint Prof. Dr. Barry Schwartz. In seinem Vortrag zum Thema „The Paradox of Choice“ bringt er dies eindrucksvoll rüber – und ich kann ihm nur zustimmen. Wir besitzen zu viel und haben vor allem zu viel Auswahl. Gerade die Schwaben neigen ja dazu immer die besten Schnäppchen. Man sucht nach dem besten Angebot, wartet noch mal ab, vergleicht auf allen Ebenen bevor man sich für ein Produkt beim günstigsten Online-Shop oder Großhändler entscheidet. Nachdem man kurzzeitig begeistert über den Kauf war, entsteht oft der Frust – darüber dass das Produkt nicht 100% perfekt ist, dass es inzwischen billiger zu haben ist, dass es inzwischen ein besseres Konkurenzprodukt auf dem Markt gibt, oder dass man sich vielleicht doch lieber für den Urlaub hätte entscheiden sollen. Lustig, wahr aber auch irgendwie tragisch fand ich dazu die Anekdote kürzlich in einem Podcast des Deutschland-Radio:

Wenn eine ältere Dame während eines Halts an einer Raststätte in den Reisebus stürmt, um ihrer Freundin über alle Sitzreihen hinweg aufgeregt zuzurufen: „Hermine, dapfer, do kannsch uff’s Klo. S’koschd nix!“ Dann weiß man: Es sind Schwaben unter den Reisenden.

Wir sind geplagt von der Angst das Beste Angebot zu verpassen und die falsche Entscheidung zu treffen. Vielmehr sollten wir dankbar sein für das was wir haben und es genießen. Geben macht glücklicher als Nehmen (vgl. Apg20,35), diese Erfahrung bleibt uns modernen Egozentrikern zu oft aus.

…aber eigentlich wollte ich euch einfach diesen englischen Vortrag empfehlen:

[gefunden via Context21]