Immer wieder überrascht, ja fast schockiert bin ich über die Resistenz des uralt Browsers Internet-Explorer 6. Wer schon nur ein kleines bischen mit “HTML und so”, also Webentwicklung zu tun hatte, schlägt drei Kreuze wenn es um den Internet-Explorer Version 6 von Microsoft geht. Der Browser ist berühmt berüchtigt für a) seine vielen Bugs welche Entwickler schon unzählige Nerven und Entwicklungsstunden gekostet haben und b) für seine permanenten Sicherheitslücken, welche eine Gefahrenquelle für jeden Nutzer darstellen.
Auf so einigen Desktops begegnet mit immer wieder das alte IE Symbol und kürzlich kam mir dazu noch ein Netscape Browser in der Version 7 mit einem Skin von Version 4.7. Viele Nutzer verwenden ganz selbstverständlich weiter den IE6.0. Vielleicht wundern sie sich, dass manche Moderne Webseite selbst im “Internetzeitalter” immer noch nicht richtig funktioniert und merken gar nicht, dass dies evtl. durch nicht unterstützte Standards und fehlende Funktionalität kommen könnte. Gewisse Renderingprobleme gab es ja schliesslich schon immer…
Noch schlimmer finde ich es dann fast, wenn dann zufällig doch schon ein IE7 oder gar 8 “sich installiert hat” und die Nutzer weiterhin 3 oder 4 Fenster offen haben, statt wenigstens die Tab-Funktion zu verwenden, ganz zu schweigen von Tastaturkürzeln oder gar RSS-Feeds.
Nun hat Google für alle diese beratungsresistenten IE-Nutzer eine Erweiterung entwickelt, Chrome Frame (Hinweise in diesem Artikel). Damit ist es möglich quasi innerhalb des Internet-Explorers die Darstellung des Google Chrome Browsers zu verwenden (die Rendering Engine Webkit) und damit moderne Webseiten mit vielen neuen Funktionalitäten und wesentlich höherer Geschwindigkeit auch im Internet-Explorer anzuzeigen.
Ja, eigentlich eine völlige Verarschung so etwas zu installieren…ich bin mir noch nicht so ganz klar darüber, wer dies nutzen würde, da die Unternehmen und Nutzer die weiterhin IE6 im Einsatz haben doch wohl kaum ein solches Plugin installieren, oder doch? Schön wäre es.
Google selbst ermuntert natürlich auch, stattdessen eher auf moderne Browser zu setzen, wie der Pressesprecher gegenüber Computerworld geäußert hat (vgl. Golem):
Wir ermuntern die Nutzer zwar, besser auf modernere und standardkonforme Browser wie Firefox, Safari, Opera oder Chrome anstelle eines Plug-ins zu setzen, für diejenigen, die das trotzdem nicht tun, haben wir Chrome Frame entwickelt, um eine bessere Performance, starke Sicherheitsfunktionen und mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten – über alle Versionen des Internet Explorers hinweg.
Ich empfehle natürlich selbst immer wieder die Verwendung eines modernen Browsers, sei es Firefox, Chrome, Safari, Opera oder selbst auch Internet-Explorer 8. Zum Firefox findet man hier im Blog auch einige Artikel zur komfortableren Bedienung, was im übrigen auch für viele andere modernen Browser gleich oder ähnlich funktioniert.
Wer sich für die neuen Standards interessiert sollte sich den klasse Artikel von Michael Jendryschik ansehen. Außerdem gibt es im Google Code Weblog ein Artikel mit Youtube Video dazu. Wer nochmals genau wissen will warum IE6 einfach nur noch ein Schrotthaufen ist, findet bei Cats who Code eine gute Übersicht. Es gibt auch schon viele Ansätze IE6 Benutzer auszufiltern und sie durch entsprechende Hinweise auf der Website zum Wechsel zu bewegen. Wie man seinen letzten IE6-Besuchern das WordPress Default-Theme präsentiert, stellt Frank Bueltge in seinem Artikel vor.
Wenn man für ein Lesezeichen ein Schlüsselwort vergibt, kann man die gespeicherte Seite durch Eingabe dieses Schlüsselwortes aufrufen. Ich verwende dies vor allem für Seiten, die ich recht häufig aufrufe. Um ein Schlüsselwort anzulegen, öffnet man ein vorher abgelegtes Lesezeichen mit rechter Maustaste und dem Klick auf Eigenschaften. Um Twitter aufzurufen habe ich beispielsweise einfach ein t als Schlüsselwort eingetragen (siehe Screenshot). Sobald man ein t in der Adresszeile eingibt wird man automatisch zu twitter.com geleitet (Nochmal zur Erinnerung wie man das mit Tastaturbefehlen erledigt: STRG + L, t, ENTER).

Auch für beliebige Suchfelder kann in Firefox ein Schlüsselwort angelegt werden. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste in ein Suchfeld auf einer Webseite und wählt “Ein Schlüsselwort für diese Suche hinzufügen…”

Im nächsten Schritt speichert man ein Lesezeichen zu dem Suchfeld und gibt dabei ein Schlüsselwort ein. Im Beispiel habe ich das Suchfeld dieses Blogs ausgewählt und als Schlüssel “ms” vergeben.

Sobald man nun in der Adresszeile des Browsers “Schlüsselwort Suchwort” eingibt, wird im Blog gesucht. Um alle Beiträge zum Thema Firefox anzuzeigen reicht damit ein “ms firefox” in der Adresszeile. Ich habe mir für einige Suchformulare Schlüsselwörter abgelegt die ich nicht in der Firefox eigenen Suchzeile habe.
Ich lege Schlüssel nur für Seiten und Suchfelder an, die ich wirklich häufig verwende. Außerdem sollten die Schlüsselworte möglichst kurz und eingängig sein (z.B. rss für meinen RSS-Reader, tw für mein TWiki, ip für Ipernity), damit man sie in der Praxis auch verwendet.
In meinem ersten Artikel dieser Reihe habe ich beschrieben, wie man in Firefox den Navigationsbereich platzsparend einrichten kann. Dabei platziere ich die Lesezeichen-Symbolleiste rechts neben den Navigations-Symbolen, um die wichtigsten Links direkt sichtbar zu haben. Damit die Lesezeichen-Symbolleiste optisch ansprechender und gleichzeitig platzsparend wird, entferne ich die Titel der Lesezeichen damit nur die Icons (Favicons) als kleine Buttons bleiben.
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Schönere Lesezeichen mit Favicon als Button und ohne Titel
Um ein Lesezeichen in der Lesezeichen-Symbolleiste zu speichern verwendet man z.B. den Tastaturbefehl STRG + D. Wenn nur das Icon angezeigt werden soll, entfernt man den Titel der Seite im Feld Name und wählt als Speicherort den Ordner der Lesezeichen-Symbolleiste aus.

Um vorhandene Lesezeichen zu Bearbeiten klickt man mit der rechten Maustaste auf ein Lesezeichen und wählt Eigenschaften. Im Einstellungs-Dialog kann nun nachträglich der Name des Links entfernt werden.

Die meisten Webseiten haben inzwischen ein Favicon das somit als Button für unseren Link dient. In manchen Fällen (z.B. wenn man ein sog. Bookmarklet speichert) wird kein Favicon angezeigt. Um für diese Lesezeichen ebenfalls ein Icon anzuzeigen, kann man die Erweiterung Favicon Picker 2 installieren. Damit ist es z.B möglich fehlende oder auch vorhandene Favicons der Lesezeichen durch eigene (schönere?) Icons zu ersetzen.
…so kommt man sich jedenfalls als Benutzer vor in den letzten Tagen. Fast täglich ein schnelles Update um Fehler der schnellen Updates durch wiederum schnelle Updates zu beheben bei denen erneut Fehler generiert werden, die aber wiederum durch schnelle Updates behoben werden können. Alles “kein Problem”, Version 2.0.0.8, 2.0.0.9, 2.0.0.10, 2.0.0.11, sicher bald 2.0.0.12? Es scheint als hätten die Entwickler Firefox 2 auf eine Betaversion zurückgestuft. So schön es ist, dass man sich bei Mozilla schnell um schwere Fehler kümmert, laufende Korrekturen teilweise schwerer Fehler sind nicht gerade ein gutes Zeichen.

Microsoft veröffentlicht passend dazu im IE-Blog einen Bericht über Sicherheitslöcher und Bugifxes im Internet Explorer und Firefox über die letzten 3 Jahre. Die veröffentlichen Statistiken kommen von Jeff Jones und sehen nicht gerade gut aus für den Firefox-Browser. Hier ein Vergleich der Sicherheitslücken ab Firefox Version 1.0 und dem zur selben Zeit vorhandenen IE 6.0 SP2: weiterlesen »
Wie versprochen hier ein weiterer Teil zum Firefox-Browser. Gestern ist die Version 2.0.0.10 erschienen und Dank Autoupdate und DSL auch schnell aktualisiert. Leider haben sich in den letzten Updates wie auch in dieser Version Fehler eingeschlichen, die aber jeweils schnell behoben wurden (vgl. Golem).
Um komfortabel mit Firefox zu arbeiten, verwende ich Tastaturbefehle. Viele Benutzer übersehen erstaunlicherweise, dass die meisten Befehle direkt im Menü der jeweiligen Programme angezeigt werden. Bei Programmen wie Firefox die man täglich verwendet, lohnt es sich durchaus die wichtigsten Befehle zu kennen. Man kann damit viel schneller arbeiten als “Maus-Schubser”. Außerdem sind viele Befehle quasi standardisiert wie z.B. STRG + X (ausschneiden – man kann sich das X als Scherensymbol merken), STRG + C (kopieren – c wie copy), STRG + V (einfügen – das Symbol V wird häufig zum Einfügen von Handschriftlichen Notizen in Texten verwendet) und können natürlich in vielen anderen Programmen ebenfalls verwendet werden.
Hier die häufigsten Befehle:
Eine komplette Übersicht der Befehle erhält man in der Firefox-Help.
Hinweis: Ich verwende Firefox unter Windows XP. Unter anderen Betriebssystemen kann es zu Abweichungen kommen. Teilweise nehmen auch installierte Erweiterungen oder andere Programme Einfluss auf die Tastaturbefehle.
Apple präsentiert den Safari 3 Browser als Public-Beta auch für Windows. Eine willkommene Alternative zu Firefox (der mir zu viel Speicher beansprucht) und Opera (mit dem ich mich nie wirklich anfreunden konnte). Wenn Safari allerdings in den ersten fünf Minuten nach der Installation gleich vier mal Crasht, ist man doch etwas verunsichert. Leider scheinbar auch kein Einzelfall. Mal sehen was die Zukunft und ein Windows-Reboot bringt…
Sehr dankbar war ich eben über den Tipp von Manuela wie man die Tabs im neuen Firefox 2 verkleinern kann:
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger zeigt Firefox 2 geöffnete Tabs immer mit einer gewissen Mindestbreite an. Sind viele Tabs geöffnet, muss man nun Scrollen um die äußeren Tabs zu erreichen. Wer die Standardbreite der Tabs anpassen möchte, kann dies über den Schlüssel browser.tabs.tabMinWidth tun. Die Standardbereite ist 100. Ich habe sie auf 55 gesetzt. Der Wert 0 deaktiviert das Scrolling komplett.
Danke! Als Powersurfer hab ich es auf 30 gesetzt. Damit wird das Favicon noch gut dargestellt. Und mehr Seiten zu öffnen ist dann doch etwas übertrieben ;-).
Update: Ok, nochmals den Tipp wies geht direkt hier: Einfach in der Adresszeile im Browser about:config eingeben und nach browser.tabs.tabMinWidth filtern. Dann den Wert von 100 wie gewünscht ändern.
Insgesamt hat die Version 2 jedoch viele gute Verbesserungen und lohnt sich auf jeden Fall. IE 7 wird seit dieser ernüchternden Meldung wohl auch zukünftig nur zu Testzwecken eingesetzt.
Update: Fairerweise sollte man diese Sicherheitsmeldung auch noch erwähnen. Sehr geil ist auch der Name der neuen Sicherheitschefin der Mozilla Corporation Window Snyder (LOL) – ist ja kein Wunder mit den Sicherheitslücken *g*. Und dann kommt sie auch noch von Microsoft, tja, was soll man da noch sagen…