Goodbye, Darth Vader

Bei längeren Telefonaten schaltet unsere Telefonleitung (KabelBW) immer wieder in den “Darth Vader”-Modus. Die Stimme hört sich dann tatsächlich völlig verzerrt wie eine synthetische Roboterstimme an. Einzige Möglichkeit bei dieser Sprachqualität ist auflegen und neu anrufen. Dies ist wohl ein technisches Problem mit dem Kabelmodem in Kombination mit einem ISDN Anschluss. Ein Anruf bei der KabelBW Hotline löst das Problem mit einem netter Nebeneffekt – das olle Kabelmodem wird durch eine schicke Fritzbox 6360 ersetzt.

Weiter ist es möglich die Geschwindigkeit auf das aktuelle Level anzuheben, bei mir von 25Mbit/s auf 32Mbit/s. Zufälligerweise hatte ich das heute bei Andreas gesehen und gleich nachgefragt. Die 32Mbit/s sind nach kurzer Zeit mit dem Speedtest messbar.

Ganz kostenlos ist die ganze Aktion allerdings nicht. Leider kommen die typischen “Kunden-klammer” Aktionen der Branche dazu – die um 24 Monate verlängerte Vertragslaufzeit.

Ich wäre lieber ein durch Preis/Leistungsverhältnis, Qualität und kompetenten Support überzeugter und glücklicher Kunde geblieben. So werde ich ein durch Vertragszwang geplagter Vertragsnehmer, mit der ängstlichen Hoffnung auf weitere problemfreie 24 Monate. Ein herausragendes und innovatives Unternehmen müsste sich an dieser Stelle meiner Meinung nach nicht hinter dem “Branchenstandard” verkriechen, schade.

Update: Bisher übersehen hatte ich, dass mit der Fritzbox 6360 und der Firmware für KabelBW kein VoIP mehr möglich ist. Ob man irgendwie eine alternative Firmware aufspielen kann habe ich nicht geprüft. VoIP funktioniert jedoch grundsätzlich – nur mit dieser Fritzbox ist es nicht vorgesehen. Ein ausführlicher Artikel dazu auch noch bei ZDNet.

Das Internet neu kombinieren

If THIS then THAT (ifttt.com) ist ein neuer Webdienst mit dem sich viele Aktionen im Internet mit Automatismen versehen lassen.

Zum Beispiel sende ich mir einen Tweet, wenn die Temperatur unter 1°C fällt, damit ich nicht vergesse die Standheizung am Auto zu aktivieren. Außerdem werden links aus Tweets dich ich als Favoriten markiert habe automatisch zu meiner Leseliste bei Read It Later hinzugefügt.

Aktuell gibt es 25 sogenannte Trigger zur Auswahl. Damit lassen sich bestimmte Zustände oder Inhalte abfragen und diese dann mit Actions (Aktionen) belegen. Aktuell lassen sich RSS-Feeds, Facebook, E-Mails, Delicious-Booksmarks, Tweets, Google-Reader, Wetterdaten, Aktienkurse uvm. miteinander verknüpfen und ein eigenes Mashup basteln.  Das ganze ist dabei so simpel aufgebaut, dass es eigentlich jeder bedienen kann!

Leider ist ifttt noch in der beta-Phase und man benötigt eine Einladung. Auf der Website kann man sich dafür eintragen, oder auch mal bei mir nachfragen (es gibt wenige).

EInige Beispiele die ich aktuell verwende:

  • Twittern wenn es kalt wird
  • Coole Delicious Bookmarks an Anni tweeten
  • Delicious Bookmarks mit bestimmtem Schlagwort an alle tweeten
  • Markierte Tweets zur Leseliste in Read It Later hinzufügen
  • Markierte Artikel aus Google-Reader zu Read It Later hinzufügen

Ich bin gespannt welche coolen Ideen sich mit solch einem simplen Tool noch umsetzten lassen. Über weiteren Anwendungsideen und Beispiele würde ich mich freuen.

Podcast: Ich poste, also bin ich – Das Ich im Netz

Die Sendung des “hr2 Der Tag” vom 30.03.2011 beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Social Media. 52min in denen man gerade auch als Einsteiger einen sehr guten Überblick bekommt.

Freundschaften schließen, Anerkennung finden, in der Gruppe Spaß haben und alle, die nicht dazugehören, so richtig gemein fertig machen. Diese alten Lieblingsbeschäftigungen der Menschheit bereiten noch einmal so viel Vergnügen im Internet. Denn das ist für viele längst nicht mehr nur Lexikon, Dienstleister und Kommunikationsmittel, sondern ein sozialer Raum: ein Ort, an dem wir eine private und berufliche Existenz führen. Vor allem in sozialen Netzwerken hat unser digitales Ich erfreuliche Möglichkeiten, sich auszubreiten, seinen Marktwert zu testen und zu steigern und sich zu vernetzen. Es wird aber auch verwundbarer: durch Tratsch und anonymes Mobbing.

Podcast mp3

(via netzpolitik)

Wolfgang Blau: Sieben Mythen zum Journalismus

Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit Online nimmt bei der Anhörung des Bundestagsausschusses Kultur und Medien Stellung zu sieben Mythen die aus seiner Sicht in der aktuellen Journalismus Debatte auftauchen:

  1. Blogs stellen eine Gefahr für traditionelle, kommerzielle Medien dar.
  2. Google ist schuld am Niedergang der Tageszeitungen.
  3. Nur Print- und Broadcastmedien können für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Meinungspluralismus sorgen.
  4. Der Online-Journalismus hat noch kein Geschäftsmodell.
  5. Das Internet begünstigt eine Boulevardisierung des Journalismus.
  6. Ohne öffentlich-rechtliche Online-Auftritte hätten die kommerziellen Websites in Deutschland sehr viel bessere Chancen, profitabel zu werden.
  7. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang einiger klassischer Medien droht auch ein Niedergang des Journalismus und eine substantielle Gefahr für die Demokratie.

Aus seiner Sicht handelt es sich in allen Punkten um Mythen die nicht zutreffend sind. Ich finde es spannend, wie sich diese Thematik in jüngster Zeit entwickelt. Sehenswert:

Die sieben Branchenmythen zum Zustand des Journalismus

(via twitter und carta)

 

Get a Face Book

Digitale Überforderung oder Information Overload ist wieder verstärkt seit dem Buch Payback von Frank Schirrmacher in der Diskussion. (Ich empfehle als Hintergrundlektüre dazu u.a. die Artikel Der erschöpfte Algorithmenstürmer von Matthias Schwenk und  Die bedrohte Elite von Sascha Lobo).

Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht gewachsen bin. Und auch nie gewachsen war. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass es fast allen anderen Menschen ebenso geht. Nicht nur zu unserer Zeit, sondern zu allen Zeiten. (Sascha Lobo im SpON)

Für einen sofortigen digitalen Ausstieg gibt es jetzt auch alle wichtigen Social Networks als Buch, z.B. Twitter bei Tweetbookz. Die passenden Kult-Covers findet man auf Flickr im Set von Stéphane Massa-Bidal.

Coole Social Media Buchcovers

Coole Social Media Buchcovers

KabelBW und Fritzbox Setup

Seit heute morgen läuft mein KabelBW Anschluss und ersetzt die bisherigen Problemchen mit Alice. Die letzten 2 Monate mit Alice waren anstrengend. Erst nach ca. vier Wochen funktionierte die Telefonie stabil, allerdings extrem zu lasten der DSL-Geschwindigkeit, obwohl mein Standort laut Hotline nahe am Telekom-Knoten liegt und eigentlich perfekte Bedingungen hat. Fazit nach einigem herum ärgern mit Hotline und einem KabelBW Angebot ohne die unnötige Kabel-Grundgebühr war der konsequente Ausstieg. Das Angebot lässt sich scheinbar nicht auf der Website finden. Ich hatte den Link aus einem Heise-Artikel.

Hinweise zur Konfiguration Fritzbox und KabelBW

Eigentlich hätte ich mich schon länger mit der Konfiguration für meine Fritzbox 7170 auseinander setzen können, nicht erst am Montag morgen, nachdem Alice abgeschaltet hat. Leider stellt KabelBW absolut keine Informationen zu dem installierten Kabelmodem noch irgendwelche Hinweise zur Konfiguration weiterer Geräte zur Verfügung. Der FAQ kann man lediglich den Hinweis entnehmen, dass man einen Router oder WLAN-Router anklemmen kann. Hilfe bekommt man im KabelBW Forum und eine gute Dokumentation findet man darüber im  IP-Phone Wiki.

Warum der Wechsel?

Die Angebote von Alice haben mir früher schon wegen ihrer kurzen Laufzeit von 4 Wochen sehr zugesagt. Dies schafft normalerweise beim Kunden Vertrauen und Sicherheit auf eine gute und bleibende Qualität. Zum Zeitpunkt meines Vertragsabschlusses musste ich mir die 4 Wochen Laufzeit allerdings schon teuer erkaufen. Aktuell kostet dies Einmalig 39,90 EUR und man spart auch nicht die ca. 10EUR pro Monat im ersten Jahr. Scheinbar konnte Alice ihren bisherigen Vertrauensvorschuss nicht halten. Jedenfalls sind wir damit leider zum Nachteil der Kunden wieder zurück bei den klassischen 24monatigen Knebelverträgen. Auch mein jetziger Vertrag mit KabelBW wurde meinerseits nur zähneknirschend über 24 Monate eingegangen. Solche langen Verträge scheinen sich immer negativ auf die langfristige Qualität aus zu wirken. Was hat Alice mE falsch gemacht?

1. Hotline: Die einzelnen Mitarbeiter der Hotline scheinen keinen guten Überblick über den Verlauf der Probleme zu haben was mich sehr wundert. Funktioniert das CRM nicht? Von den ca. 20 Dokumentierten anrufen verlief ca. 1/3 höchst unbefriedigend und unfreundlich.

2. Es wurde trotz offensichtlich anhaltender Probleme über mehrere Wochen kein Techniker vorbei geschickt.

3. Es gab keinerlei Angebot irgendwelcher Kompensation, z.B. einer Gutschrift oder Rückzahlung der Grundgebühren.

Eigentlich schade, zumal mir die Vertragsbedingungen bei Alice eher zusagen. Als Kunde ist natürlich auch jeder Wechsel mit Aufwand und Ärger verbunden, deshalb ist dies eigentlich keine Option, solange faire Angebote gemacht werden und langjährige Kunden ebenfalls die Vorteile und angepassten Preisreduktionen erhalten. Inzwischen genieße ich die 20.000 – 25.000kbit/s.

Unangenehme Penetranz II

Mir gehen immer mehr Unternehmen auf den Zeiger, die aus Eigennutz versuchen, dem Kunden ungewollt “zusätzliche” Funktionen unterzujubeln. Nach außen werden solche Features immer als geniale und kostenfreie Dienstleistung verkauft. In Wirklichkeit ist es nicht mehr als eine weitere penetrante Werbeplattform – zumindest im folgenden Beispiel.

Kürzlich hab ich mich gefragt, wie in aller Welt die Suchseite diesen Unternehmens als Standardsuche in der URL-Zeile in meinem Browser gelangt:

Wunderschön, Freenet als Standard Suchseite, danke! *&%()$"%!!

Wunderschön, Freenet als Standard Suchseite, danke! *&%()$"%!!

Meine erste Vermutung, die Suche wäre über eine Firefox-Einstellung oder eine Extension eingeschleusst worden war nicht korrekt. Freenet hat ihre DNS-Server so angepasst, dass bei Eingabe einer unbekannten URL die Suchseite eingeblendet wird. Eigentlich keine schlechte Idee – wenn diese Seite nicht mit Werbung zugepflastert wäre und dem Anwender transparent kommuniziert würde was geschieht und wie er darauf Einfluß nehmen kann. Am Dienstag nun der Wechsel zum neuen Anbieter – was nun doch Alice wurde, nachdem ich nicht eingesehen habe bei KabelBW zuusätzlich 17 EUR für einen Kabelanschluß zu bezahlen den ich nicht benötige. Und scheinbar hat sich diese Praxis bei den Providern als lukrative Werbeeinnahmen herumgesprochen, auch bei Hansenet präsentiert man dem Kunden ungefragt kontextsensitive Werbung und ein paar Alibi-Suchergebnisse. Immerhin ein kleiner Link am Ende der Seite mit der möglichkeit dies zu deaktivieren (dazu muss man sich in den Kundenbereich einloggen und mehrfach bestätigen).

Ich bin froh nun wieder Ergebnisse von Google zu erhalten.

Hinweis: Bei Freenet kann man übrigens einen alternativen DNS-Server eintragen, wenn man die Suche wieder loswerden möchte.

Du bist Terrorist!

Dieses Video ging die letzten Tage schon quer durch die Blogs und Socialnetworks, aber falls du es noch nicht gesehen hast solltest du es ansehen:

Auf der Website “Du bist Terrorist!” zum Video gibt es Hinweise zur Aktion von Alexander Lehmann und Quellen und Artikel, welche die Aussagen belegen.

Weitere Informationen findet man Live auf Twitter unter dem Stichwort #Zensurursula sowie beim Arbeitskeis Zensur. Wer wissen möchte wie Sperren geplant sind, sollte mal dieses Lego Video ansehen. Bei der Zeit habe ich gerade diesen Artikel über Umfragen zu den Internetsperren gelesen. Die gegensätzlichen Fragen geben gut Einsicht in die eigentliche Problematik.  Bis zum 16. Juni kann man auch noch bei der Petition mitzeichnen.

Update: weitere Daten & Fakten bei Zeit Online (via  spheniscitux)

Privatsphäre bei Facebook?

Facebook geht in Deutschland in den letzten Monaten richtig ab. Vor nur dreieinhalb Monaten lag die deutsche Nutzerzahl des Social Network noch bei 1,26 Mio, inzwischen sind es über 2 Mio. schreibt SpOn.

Täglich melden sich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis Benutzer bei Facebook an und wollen meine Freunde werden *freu*. Die Liste reicht von “irgendwelchen” virtuellen Kontakten (also Personen die ich noch nie in RL gesehen habe), über Kunden, Geschäftskollegen bis zu den besten Freunden und Freundin. Über Facebook werden Kontakte wiederentdeckt, geknüpft und gehalten, Nachrichten an einzelne oder alle verschickt, Hobbys und politische und soziale Vorlieben verraten, Projekte und Organisationen unterstützt  oder einfach nur tägliche Aktivitäten im Netz ausgetauscht. Da ist es definitiv an der Zeit sich Gedanken zur den “privacy settings” zu machen. Viele Nutzer wissen weder, dass es diese gibt, noch, dass sie per default relativ offen eingestellt sind. Somit können fast alle veröffentlichten Informationen von allen Freunden, manchmal auch von deren Freunden oder im ganzen Netzwerk gelesen werden.

Wenn man viele Kontakte hat sollte man als erstes anfangen Freundeslisten zu verwenden. Damit kann man Kontakte in verschiedene Gruppen einsortieren und natürlich, wie mit Tags, einen Kontakt auch in mehrere Gruppen eintragen. Diese Gruppen kann man dann natürlich in den Einstellungen des eigenen Profils verwenden.

In den Profileinstellungen kann man dann spezifische Inhalte für bestimmte Personen oder Freundeslisten freigeben oder sperren. Ich habe z.B. eine Gruppe “Privacy” angelegt in der manche landen die ich eigentlich nicht wirklich kenne.

Natürlich sollte man nicht zu rigoros den Zugriff auf das eigene Profil völlig einschränken. Ein Social Network lebt gerade davon, dass Verbindungen zu anderen transparent werden (In diesem Zusammenhang sollte man sich unbedingt mal das Video Social Networks in Plain English ansehen). Aber man kann diese Einstellungen verwenden, um z.B. private Nachrichten und Bilder den Personen zugänglich zu machen, für die sie gedacht sind.

AllFacebook hat übrigens 10 Privacy Settings zusammengestellt, wovon dies hier im wesentlichen eine Einstellung ist. Im Artikel gibt es noch weitere Hinweise, um z.B. nicht in der Facebook Personensuche oder in der Google Suche aufzutauchen.