Schlagwort-Archive: Jua-Kali

Afrikanische Fluggeräte Teil 4

Es ist einfach unglaublich wie viele Jua-Kali-Fluggerätmechaniker in Kenya ihr Glück versuchen. Hier nun der 4. Teil und somit schon eine kleine Artikel-Serie zum Thema Afrikanische Fluggeräte, diesmal sogar mit einem Youtube-Video vom TV-Sender Citizen. Gabriel Nderitu hat keine Ahnung vom Flugzeugbau. Nach sechmonatiger Recherche im Internet und 12 Monaten schrauben im Hinterhof präsentiert er den Medien ein 800kg schweres Ungetüm aus Stahl, Aluminium und einem alten Toyota-Motor. Gestern war der erste Testflug in Kitengela geplant (also irgenwo hinter der Villa-Weber), der leider von der Kenya Civil Aviation Authority untersagt wurde. Kein Wunder, schließlich liegt Kitengela in der Einflugschneiße zum Jomo Kenyatta International Airport.

An innovative Kenyan is just about to test the results of his brainchild. Gabriel Nderitu, an I.T specialist is putting final touches to an aeroplane he has been assembling for the last one year ahead of a test run in Kitengela next week. If indeed Nderitu’s two seater plane takes off, and more importantly, lands successfully, then it will be a first for Kenya. Sylvia Chebet tells us more about the budding innovator and how close he is to becoming Kenya’s pioneer in aircraft manufacturing.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ujU1DjaYfs4[/youtube]

(thnx @jke via FB)

Afrikanische Fluggeräte Teil 3 – Jua Kali Helikopter

Erstaunlich wie viele Lilienthals es in Afrika gibt. Inzwischen mein dritter Artikel zu afrikanischen Fluggeräten. Mubarak Muhammad Abdullahi, ein 24 Jähriger Student aus Nigeria, baut aus Auto und Motorradteilen einen Helikopter. Laut dem Artikel auf Yahoo-News soll die Bananenschachtel auch schon sechs mal „kurz“ geflogen sein. Was das bedeutet kann man nur erahnen, Steve Ntwiga vom AfriGadget Team behauptet, der Heli hätte es auf ca. zwei meter über dem Boden geschafft. Es ist in jedem Fall wieder einmal beindruckend was Jua Kali Künstler aus Schrott bauen:

Jua Kali Helikopter aus Afrika

Mubarak Muhammad Abdullahi mit seinem Helikopter © AFP
Irgendwie kam er sogar an den Schrott einer abgestürzten Boeing 747. Ein Teil seines Wissens hat er aus Actionfilmen, sagt Mubarak. Außerdem schien es ihm einfacher einen Helikopter als ein Auto zu bauen. Zukünftig hofft er wohl den lokalen Markt, insbesondere die Regierung, mit Helis aufmischen zu können. Hier einige Zitate aus dem Artikel:

He said he learned the rudiments of flying a helicopter from the Internet and first got the idea of building one from the films he watches on television.“I watched action movies a lot and I was fascinated by the way choppers fly. I decided it would be easier to build one than to build a car,“ he said pacing the premises of the security division of the university which he uses as hanger for his helicopter.
He hoped — and still does hope — that the Nigerian government and his wealthy compatriots would turn to him and stop placing orders with western manufacturers.

Es begeistert mich, mit welch grenzenlosem Idealismus ans Werk gegangen wird. In letzter Zeit ist mir in unserer deutschen Mentalität immer wieder fehlende Vision und Hoffnung in die Zukunft begegnet. Vielen Herausforderungen wird sehr skeptisch und kalkuliert begegnet. Mut und Experimentierfreude sind Mangelware, Sicherheit hat oft höchste Priorität. Ich wünsche mir für mich und andere mehr von dieser afrikanischen Herangehensweise an Träume. Wir können viel lernen…
(weitere Posts zum Thema: Afrikanische Fluggeräte Teil 2, Jua Kali Flugzeugbau in Kenya)
[via AfriGadget, Thanx!]

Afrikanische Fluggeräte Teil 2

Das Wired-Magazin schreibt über die faszinierende Geschichte des Süd-Afrikanischen Gleitschirmpiloten Cyril Mazibuko. Als 12-jähriger baute er seinen eigenen Paraglider aus alten Kunstdünger Säcken. Inzwischen schult er selbst Paraglider.

Cyrils erstes Fluggerät
In this file photo from 1997, Cyril Mazibuko holds his homemade paraglider, made from fertilizer bags. © Photo: Michael Walker, courtesy Johannesburg Sunday Times

Das erinnert mich doch sehr an das geniale Fluggerät von Harrison Etyang in Kenia.
[via AfriGadget]

Jua Kali Flugzeugbau in Kenya

Einen sehr geilen Artikel hat mit heute mal wieder JKE gemailt. Herr Harrison Etyang aus Kitale hat nun wohl schon sein zweites Fluggerät gebaut und zieht damit schaulustige Menschenmassen aus der Umgebung an, die bei den Suizid-Startversuchen dabei sein wollen. Was habe ich gelacht, der Artikel ist einfach so geil. Mit welch Überzeugung der Typ, äh Mr. Etyang einen Flieger baut und dabei offensichtlich nicht die geringste Ahnung von irgendetwas entferntem wie etwa Aerodynamik (od. wie das heißt ;-)) hat, _geschweige denn je in einem „Flugzeug“ saß, erschließt sich wohl nur jemandem der selbst schon in Kenya gelebt hat!
Einige Aussagen:
„The young man expects to fly the plane to his rural home in Teso District, about 120km away.“ (aha alles klar)
The „plane“ also has a compass „for checking stability while in the air“. (wiebitte!?)
„The young man dreams of designing an aeroplane that is different from the existing models.“ (58 meinte: „das ist ihm wohl gelungen“ *gg*)
Aber seht selbst:

(fehlende englische Vokalbeln? http://dict.leo.org)