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Enterprise 2.0 – die unaufhaltsame Vernetzung im Unternehmen

Im Rahmen der Einführung von Confluence setze ich mich in den letzten Monaten erneut intensiver mit dem Thema Enterprise 2.0 auseinander. Gerade lese ich den Artikel “Enterprise 2.0 – Frische Ideen für Unternehmen” von Dr. Willms Buhse in einer schon älteren t3n (Heft #24). Ich finde einige wichtige Ideen des Enterprise 2.0 werden sehr präzise zusammengefasst und erläutert. Hier ein paar Zitate daraus:

“Im Enterprise 2.0 bedeutet Wissensmanagement nicht, das ganze Wissen eines Unternehmens in Datenbanken zu dokumentieren, sondern die Wissensträger und -nachfrager situativ zu vernetzen. In dieser enormen Steigerung der kollektiven Intelligenz liegt der eigentliche Produktivitätssprung. Der kann gerade bei international aufgestellten, dezentral organisierten Organisationen gewaltig sein.

 

Unternehmen, die Enterprise-2.0-Technologien einsetzen, erzielen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil, weil es ihnen besser gelingt, die Potentiale ihrer Mitarbeiter zu erschließen.”

Natürlich sind der wichtigste Bestandteil eines Enterprise2.0 Unternehmens die Mitarbeiter – alle Mitarbeiter. Dies bedeutet, dass es bei weitem nicht ausreicht einfach eine moderne Web2.0 Plattform einzuführen. Es wird ein ausgearbeiteter Change-Management-Prozess benötigt, welcher durch Stakeholder aus möglichst allen Bereichen und Ebenen des Unternehmens unterstützt wird. Die drei wichtigsten Säulen, laut Buhse, sind Partizipation, Kommunikation und Qualifikation der Mitarbeiter. “Nicht gehört” zu werden, schreibt er weiter, ist einer der drei wichtigsten Gründe für die Unzufriedenheit der Mitarbeiter.

Für viele Führungskräften ist jedoch die dazu benötigte Art der “autokratischen” Vernetzung im Unternehmen Neuland und äußert sich in Unsicherheit oder sogar Angst. Passend dazu erläutert Peter Kruse die Vernetzung der Wissensgesellschaft und die dadurch entstehende Spannung für Führungskräfte im Unternehmen im folgenden Interview “Risiken und Chancen in der Wissensgesellschaft”:

“Wir haben in den letzten Jahren wie verrückt die Vernetzung in der Welt erhöht. Wir haben alles dafür getan, dass Wirkungen keine Reichweitenbegrenzungen mehr haben. Ich bin als Entscheider in der Situation, dass ich Dinge verantworten muss, deren Reichweite ich schwer verantworten kann.

Solange das Internet da ist, können Sie die Menschen nicht mehr an der Beteiligung hindern. Das Internet ist die permanente Aufforderung, sich einzumischen.”

Hier gibt es meine Bookmarks zum Thema auf Delicious. Video via @powtac, danke.

Der Facebook Zyklus?

Werden wir eines Tages Facebook als digitale Ruine zurücklassen? Vielleicht. Natürlich denke ich nicht, dass digitale Soziale Netzwerke jemals wieder aus unserem Leben wegzudenken sind. Die Art und Weise wie wir uns vernetzen und digitale Schnipsel mit anderen Teilen wird sich jedoch von Grund auf ändern müssen. Es ist natürlich nicht nur Facebook, welches aus meiner Sicht in der aktuellen Form keine Zukunft hat, sondern auch alle anderen Netzwerke, die Ihre grundlegende Architektur auf einem Daten-Silo aufbauen und damit die Nutzer in ihr eigenes Universum entführen möchten. Sei es Twitter, Google+ oder sonst was. Facebook ist hier vermutlich nur das plakativste Beispiel dessen Arroganz gegenüber dem Kunden am meisten stinkt. Auch hier gilt meiner Meinung nach “Hochmut kommt vor dem Fall” – vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit.

Richard Gutjahr hat einige spannende Meinungen und Fakten in seinem Artikel “Gibt es ein Leben nach Facebook ?” gesammelt. Er spricht von einer Facebook Müdigkeit die ich nachvollziehen kann.

Egal wie lange Facebook noch Zuwächse feiert, irgendwann geht auch die längste Wachstumsphase zu Ende. Ist dieser Punkt einmal erreicht, zählt nur noch eines: Vertrauen. Und ausgerechnet hier hat Facebook Regenwald-große Flächen verbrannter Erde hinterlassen. Zuckerbergs Führungsstil aus Trickserei, Täuschung und unverhohlener Arroganz gegenüber seinen eigenen Produkten (“formally known as the customers”) haben tiefe Furchen hinterlassen. Facebook, das asoziale Netzwerk.

In diesem Zusammenhang kommt mir der Hype-Cycle in den Sinn, der die Phasen der Aufmerksamkeit bei Einführung einer neuen Technologie beschreibt.

Gartner Hype Cycle - Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus

Ich bin mir nicht sicher, ob man im Bezug auf soziale Netze und deren Digitalisierung den Hype-Cycle einfach anwenden kann. In jedem Fall handelt es sich dabei um eine reduzierte Betrachtung die eigentlich sehr viel vielschichtiger ist.

Wenn ich mir diesen Zyklus Gesamthaft auf digitale Soziale Netze vorstelle, denke ich, dass wir uns irgendwo schwankend vor und nach dem “Tal der Enttäuschungen” befinden. Eigentlich reicht dieser Zyklus aus meiner Sicht hier nicht mehr aus. Ich Stelle mir eher etwas wie eine stetige Verschachtelung dieser Zyklen vor deren Ende jeweils nur für eine begrenzte Zeit ein “Plateau der Produktivität” erreichen und dann stetig absinken während sie schon von einer abgewandelten Technologie überholt wurden.

Die ersten werden Facebook müde. Ich würde sagen – die ersten werden überdrüssig einem asozialen Netzwerk wie Facebook aus “Freunden” all ihre Daten hinzuwerfen. Eine Dezentralisierung der Netzwerke muss langfristig kommen. Ein “zaghafter” Versuch ist diaspora*. Bevor solche dezentrale Netzwerke wirklich angenommen werden, muss vermutlich die alltägliche “natürliche Integration” der digitalen sozialen Kreise für einen Großteil der Bevölkerung zur Normalität geworden sein. Ein paar Zyklen an wird es aber wohl noch benötigen?

Salzberg gegen Zuckerberg?

Das Internet schreibt coole Geschichten. Die vier Nerds (Max Salzberg (22), Ilya Zhitomirskiy (20), Dan Grippi (21) und Raphael Sofaer (19)) haben innerhalb von ca. 3 Wochen rund 170.000 USD über die Spendenplattform Kickstarter gesammelt. Sie möchten das Social Network neu erfinden. Ihr Projekt soll ein dezentrales, persönlich kontrolliertes Soziales Netzwerk werden und dabei Privatsphäre im Fokus haben und durch freie quelloffene Software zur Weiterentwicklung einladen. Sie nennen es diaspora*:

the privacy aware, personally controlled, do-it-all distributed open source social network

Ob es auch nur ein Fünkchen einer Chance gegen Mark Zuckerberg und sein inzwischen scheinbar unüberwindbares Facebook mit 400 Millionen aktiven Benutzern hat? Keine Ahnung, aber ein Versuch ist es wert! Die überdimensionale finanzielle Beteilligung (Ziel waren nur 10.000USD) zeigt das sehr große öffentliche Interesse an einer solchen Alternative.

Den aktuellen Spendenstand prüfen und selbst ein paar Dollar in die Dose werfen kann man bei Kickstarter. Alle Details zu diaspora* findet man unter www.joindiaspora.com. Natürlich kann man sich aktuell nirgendwo “anmelden”, schließlich soll es ja dezentral sein. Das bedeutet jeder der kann und möchte installiert seine eigene Instanz von diaspora*. Zukünftig soll es aber auch gehostete Versionen geben die man sich so ähnlich wie ein vorinstalliertes Blog auf WordPress.com vorstellen kann. Bis Ende September möchten die Jungs eine erste Version veröffentlichen.

Vielleicht entwickelt sich etwas daraus, immerhin hat Herr Zuckerberg damals auch ganz klein im Angesicht des übermächtigen MySpace angefangen. Sonst bleibt zu hoffen, daß Facebook dadurch weiter unter öffentlichem Druck bleibt und im Bezug auf die Privatsphäre grundlegend umdenkt.

via Rivva & webwriting

Facebook: Untergang der Privatsphäre?

Es wird gewarnt. Vor Facebook, vor SchülerVZ, vor StudiVZ und generell vor Sozialen Netzwerken. Ich bin auf Facebook und ich mag es. Allerdings empfehle ich jedem, sich seiner Privatsphäre-Einstellungen bewusst zu sein und diese regelmäßig zu überprüfen. Ja, und man muss sich etwas Zeit dazu nehmen! Wie restriktiv jeder mit seinen Daten umgehen möchte, ist natürlich  die eigene Entscheidung. Dazu muss man sich aber mit den Einstellungen der Netzwerke auseinander setzen. Am sichersten sind natürlich die Informationen wenn sie nicht in Facebook oder sonswo stehen.

Was mir dagegen absolut nicht gefällt, ist die Standard-Einstellung der Privatsphäre bei Facebook. Matt McKeon hat dazu einen lesenwerten Artikel geschrieben und die Entwicklung auf Grund seiner Beobachtung und Recherchen visualisiert. Erschreckend, wie inzwischen standardmäßig fast alles bis auf Kontaktdaten und Geburtstag im gesamten Web sichtbar ist. Hier drei der Grafiken von 2005, 2007 und aktuell 2010.

Und jetzt los, eigene Einstellungen überprüfen und einstellen, welche Informationen für welche Benutzergruppen sichtbar sein sollen. Persönlich bedeutet das für mich nicht “keine Informationen einzustellen” oder meinen “Facebook Account löschen” – ich denke nicht, dass dies wirklich Zeitgemäß ist. Es bedeutet aber, meine bestehenden und alle neuen Kontakte in eigene Gruppen wie z.B. Freunde, Familie, Arbeitskollegen und Fremde einzuteilen und meine Profildaten, Fotos, Posts und Kommentare damit zu steuern. Natürlich ist mir bewusst, das es trotz diesen Einstellungen keine absolute Sicherheit gibt, das zeigen natürlich immer wieder in den Medien veröffentlichte Sicherheitslücken, die in solchen komplexen und schnell entwickelnden Netzwerk-Plattformen sich wohl kaum 100%ig ausschließen lassen. Eine Funktion die man auf keinen Fall verwenden sollte, ist Kontakte über das eigene E-Mailadressbuch zu suchen!

PS: Vielleicht interessiert dich auch mein Artikel von 2009 zu diesem Thema.

Gerade entdecke ich noch einen passenden Artikel auf Spiegel-Online.

Facebook Events im Google Kalender anzeigen

Je mehr Freunde auf Facebook sind, um so mehr Sinn macht es, dort auch Events und Termine einzustellen und direkt zu privaten Partys oder öffentlichen Veranstaltungen einzuladen. Noch praktischer ist es jedoch, wenn durch die Terminbestätigung der Termin direkt im eigenen Kalender angezeigt wird.  Wer z.B. den Google Kalender verwendet, kann die Termine in wenigen Schritten als zusätzlichen Kalender direkt dort anzeigen.

  1. Dazu navigiert man auf die Übersichtsseite mit den eigenen Veranstaltungen (indem man z.B. Veranstaltungen in die Suche eingibt).Auf dieser Seite findet man alle Veranstaltungen, zu denen man eingeladen wurde.
  2. Im oberen Teil der Seite klickt man auf  Veranstaltungen exportieren. Es öffnet sich ein Informationsfenster mit der privaten Kalenderadresse die man sich in den Zwischenspeicher kopiert.
  3. Im Google Kalender klickt man im linken Navigationsfeld auf Hinzufügen/Über URL hinzufügen und gibt dort die Facebook-Kalenderadresse ein.
  4. Eigentlich ist man damit schon Fertig. Über die Kalendereinstellungen kann man noch den Namen des Kalenders anpassen und ggfs. eine Farbe zuordnen.

Im übrigen können die Veranstaltungen auf diese Weise auch in andere Kalender wie Apple iCal oder Microsoft Outlook exportiert werden.

BarCamp beim Kirchentag – Christ 2.0?

barcamp-faviconEnde letzten Jahres erreichte mich eine E-Mail von Thomas Koch, dass es ein BarCamp auf dem Kirchentag geben soll. “Was hälst Du davon? Das müsste ja Dein Thema sein?”, die Frage von Thomas. Termin ist der 23.05.2009 beim Kirchentag in Bremen. Erste Reaktion meinerseits natürlich die Suche nach “BarCamp” im Blog – leider ohne wirklichen Erfolg, außer eben der Idee zum Kirchentag. Schade, dass die Personen die ein BarCamp im christlichen Rahmen veranstalten wollen, scheinbar noch nie auf einem “normalen” BarCamp waren?

Persönlich halte ich es nicht für einen wirklich guten Ansatz erfolgreiche Events einfach auf die Kirche übertragen zu wollen. Besser wäre es mE, wenn sich die die Zielgruppe aus den BarCamps herausbildet. Ein Beispiel dafür ist aus meiner Sicht das SocialCamp Berlin, welches im Rahmen der BarCamp-Sessions entstand – oder zumindest dort vorgestellt, diskutiert, geplant und beworben wurde. Es hat damit einen wirklichen Bezug zum Netzwerk der BarCamper und kennt die Art und Weise einer solchen Veranstaltung. Und vielleicht hätte man es dann gar nicht BarCamp genannt?

Dennoch, ich finde es gut in dieser Richtung zu denken und Einzuladen. Es geht dabei nicht einfach nur um ein “BarCamp”, sondern um die Idee der Open Space Veranstaltungen, die aus meiner Sicht viele Denkansätze der jungen (Web)Generation wiederspiegeln und von denen die Kirche noch lernen kann. Aus der Wikipedia:

Open Space […] ist eine Methode zur Strukturierung von Besprechungen und Konferenzen. […] Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Projekte erarbeitet.

Ziel ist, in kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Menschen zu einem umfassenderen Thema eine Aufbruchstimmung zu nutzen (oder zu erzeugen) und zu vertiefen, in der wesentliche Teilthemen innovativ und lösungsorientiert besprochen werden, damit daraus konkrete Projekte entstehen können.

Open Space schafft einen Raum, in dem viele Menschen selbstorganisiert und selbstverantwortlich ihre Anliegen gemeinschaftlich bearbeiten können. Es gibt keine vorgegebenen einzelnen Themen. Jeder kann ein Anliegen, das ihm besonders am Herzen liegt, vorantreiben. Das können komplexe und dringliche gemeinsame, aber auch persönliche Fragen und Themen sein.

Ich bin ein Medienjunkie. Informationen müssen für alle transparent zum Abruf bereitstehen. Ich bevorzuge das Pull-Medien, alles andere empfinde ich schnell als Spam. Ich möchte zum eigenen Denken und Handeln herausgefordert werden, ich möchte Inspiriert und nicht bedrängt oder bevormundet werden, ermutigt und nicht eingeschüchtert. Ich bevorzuge flache Hierarchien und Netzwerke. Das sind einige Ideen die ich mit Digital-Lifestyle und auch immer mehr mit meinem Glauben in Verbindung bringe. Vielleicht wäre das auch ein gutes Thema für eine Session?

Es wäre in der Tat schön, wenn sich noch ein paar Interessierte zusammenfinden – vielleicht auch ein paar experimentierfreudige Dauer-BarCamper? Ich selber zähle den Kirchentag bisher nicht wirklich zu meinen favorite Events, mal sehen ob ich dabei bin. Wer möchte kann sich in das Kirchentag-Network zum BarCamp bei Mixxt eintragen um Interesse zu bekunden, oder sich direkt anzumelden. Und falls nicht – vielleicht Trifft man sich ja auch sonst auf einem BarCamp

Einige Links zum Thema: Kirchentag Tweets, Thomas Tweets, Post von Natanael, Peter’s Events

Notiz: Social Networks boomen

Einer Studie von Nielsen-Online zufolge nimmt die in Social-Networks verbrachte Onlinezeit stärker zu als in allen anderen Bereichen. Social-Networks sind inzwischen populärer als Email. Ca. 9% der Onlinezeit wird für Social-Networks und Bloggen verwendet.

“Social networking has become a fundamental part of the global online experience,” says John Burbank, CEO of Nielsen Online.

Email ist für die junge Generation wohl längst nicht mehr das Medium der Wahl. Mich würde allerdings interessieren, in wieweit neben den Social-Networks Instant-Messaging und Microblogging betrachtet wurde. Ich persönlich favorisiere weit nicht bei allen Themen die Kommunikation über ein Social-Network. Bei 1zu1 Nachrichten greife ich dann doch auch mal auf Email zurück, wenn die Personen via Instant-Messaging nicht erreichbar sind. Und ein Telefon gibt’s ja auch noch…

Die Studie findet man auf der Website von Nielsen zum Download.

Das "Web2.0" ist noch immer recht unbekannt

Das Marktforschungsunternehmen Dialego hat in Deutschland, Frankreich und Großbritannien untersucht wie bekannt das  Web2.0 wirklich ist. Dabei wurde folgendes Untersucht:

  • Bekanntheit Web 2.0 und User Generated Content (UGC)
  • Bekanntheit Blogs
  • Bekanntheit einzelner Web 2.0 Services
  • Nutzung einzelner Web 2.0 Services
Wer kennt User Generated Content?
Wer kennt User Generated Content?

In der Umfrage wurde Explizit nach Websites von 43 things, Blogger, Clipfish, Del.ici.ous, Digg, Facebook, Flickr, last.fm, myspace.com MySpace, StudiVZ, Twitter, Wikipedia, Xing und YouTube gefragt.

In Deutschland ist die Wikipedia am häufigsten besucht. Im Bereich der Social Networks wie Facebook liegt Deutschland jedoch weit hinten im Vergleich. Zum Zeitpunkt der Umfrage hatten nur 6% ein Facebook-Konto im Vergleich zu 27% der Franzosen und 47% der Briten. Meiner Meinung nach liegt dies aber auch an der noch lange fehlenden deutschen Übersetzung – was sich ja bekanntlich geändert hat. Auch mit dem Begriff User Generated Content fangen die Deutschen erstaunlich wenig an.

Hier ein Auszug aus dem Fazit der Studie:

Die Wandlung des Internet vom statischen Datenkanal zur interaktiven Plattform ist bereits seit langem Wirklichkeit. Heute nutzen viele Surfer das Web zum Chatten, Bloggen oder Einstellen von Fotos und Videos – und erstellen so interaktive Inhalte. Zu einem wirklichen Massenphänomen jedoch ist „Web 2.0“, das Internet zum Mitmachen, noch nicht geworden.

Der Bekanntheitsgrad von Web2.0 ist dennoch von 37% (200&) auf 52% (2008) angestiegen. Immer mehr Surfer verwenden mE interaktive Websites ganz selbstverständlich. Ein Einkauf ohne Meinungen und Kommentare anderer Käufer ist für mich  inzwischen fast unvorstellbar geworden. Zum Glück kann man im Media-Markt ja auch noch ein ausgetselltes Notebook mit Internet finden und sich dort kurzerhand die Kommentare zum favorisierten Produkt auf Amazon ansehen. Mit etwas Pech für den Media-Makrt wird der Artikel dann dort direkt bestellt, denn Geiz ist ja…

Wer sich zum Thema weiterbilden möchte, dem empfehle ich sich mal folgende in der Wikipedia gelistete Begriffe rund um Web2.0 anzusehen: User-Generated Content, Crowdsourcing, The Long Tail, Mass Customization, Folksonomy, Social Network, Social Commerce, Social Software, Citizen Journalism, Open Innovation, The Wisdom of Crowds, Viral-Marketing

Die Studie kann man als PDF-Dokument auf der Website von Dialego herunterladen.

[via heise]

Privatsphäre bei Facebook?

Facebook geht in Deutschland in den letzten Monaten richtig ab. Vor nur dreieinhalb Monaten lag die deutsche Nutzerzahl des Social Network noch bei 1,26 Mio, inzwischen sind es über 2 Mio. schreibt SpOn.

Täglich melden sich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis Benutzer bei Facebook an und wollen meine Freunde werden *freu*. Die Liste reicht von “irgendwelchen” virtuellen Kontakten (also Personen die ich noch nie in RL gesehen habe), über Kunden, Geschäftskollegen bis zu den besten Freunden und Freundin. Über Facebook werden Kontakte wiederentdeckt, geknüpft und gehalten, Nachrichten an einzelne oder alle verschickt, Hobbys und politische und soziale Vorlieben verraten, Projekte und Organisationen unterstützt  oder einfach nur tägliche Aktivitäten im Netz ausgetauscht. Da ist es definitiv an der Zeit sich Gedanken zur den “privacy settings” zu machen. Viele Nutzer wissen weder, dass es diese gibt, noch, dass sie per default relativ offen eingestellt sind. Somit können fast alle veröffentlichten Informationen von allen Freunden, manchmal auch von deren Freunden oder im ganzen Netzwerk gelesen werden.

Wenn man viele Kontakte hat sollte man als erstes anfangen Freundeslisten zu verwenden. Damit kann man Kontakte in verschiedene Gruppen einsortieren und natürlich, wie mit Tags, einen Kontakt auch in mehrere Gruppen eintragen. Diese Gruppen kann man dann natürlich in den Einstellungen des eigenen Profils verwenden.

In den Profileinstellungen kann man dann spezifische Inhalte für bestimmte Personen oder Freundeslisten freigeben oder sperren. Ich habe z.B. eine Gruppe “Privacy” angelegt in der manche landen die ich eigentlich nicht wirklich kenne.

Natürlich sollte man nicht zu rigoros den Zugriff auf das eigene Profil völlig einschränken. Ein Social Network lebt gerade davon, dass Verbindungen zu anderen transparent werden (In diesem Zusammenhang sollte man sich unbedingt mal das Video Social Networks in Plain English ansehen). Aber man kann diese Einstellungen verwenden, um z.B. private Nachrichten und Bilder den Personen zugänglich zu machen, für die sie gedacht sind.

AllFacebook hat übrigens 10 Privacy Settings zusammengestellt, wovon dies hier im wesentlichen eine Einstellung ist. Im Artikel gibt es noch weitere Hinweise, um z.B. nicht in der Facebook Personensuche oder in der Google Suche aufzutauchen.