Enterprise Wikis – Das Buch

Wer Martin Seibert und //SEIBERT/MEDIA kennt, weiß, das die Autoren von Enterprise Wikis nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern mit Überzeugung das Thema vertreten. Enterprise Wikis ist ein Buch das ganz klar die langjährige Erfahrung der Autoren mit Wikis widerspiegelt. Es ist vollgepackt mit vielen Praxisbeispielen die helfen ein Wiki im Unternehmen erfolgreich einzuführen und technische, organisatorische aber vor allem auch kulturelle Hürden zu meistern.

Anhand von einem Beispiel-Unternehmen (der Capitol AG) und deren Beispiel-Mitarbeitern (Personas) wird der Leser schnell in die Praxis hineingenommen und lernt spielerisch und oft mit einem zwinkernden Auge der Autoren die Herausforderungen bei der Einführung eines Unternehmenswikis kennen. Bewusst ein wenig überzeichnet sind die typischen Kollegen und Mitarbeiter und deren Verhaltensstrukturen (z.B. Gerd Gebichnichther und Mark Microsoft) die man selbst aus der Praxis kennt dargestellt.  Dabei werden Hintergründe von Konflikten sehr gut aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze vorgestellt. Sicherlich passt nicht alles eins zu eins in das eigene Unternehmen, aber der Leser lernt anhand dieser Beispiele vielleicht selbst an manchen Stellen einen Schritt aus dem eigenen Bild herauszutreten und die Situation besser einzuschätzen.

Enterprise Wikis ist ein Buch, das ganz allgemein auf die das Thema Unternehmenswikis ausgerichtet ist. Wenn man unterschiedliche Wiki-Software kennt, merkt man natürlich, dass viele Enterprise Funktionen wie selbstverständlich auf das Confluence-Wiki von Atlassian beziehen – ein Hintergrund den man kennen sollte, insbesondere wenn man Rückschlüsse auf bestimmte Funktionalität zieht.

Aufmerksame Leser des Blogs von //SEIBERT/MEDIA kennen natürlich auch schon einige Artikel aus denen das Buch zum Teil entstanden ist. Doch nirgends sonst bekommt man das Wiki-Wissen in einer solchen kompakten Form geliefert. Aus meiner Sicht ist es sehr gut für Personen geeignet, die sich noch recht frisch mit Thema auseinandersetzen. Für erfahrene Wiki-Anwender und -Umsetzer ist das Buch eher wie eine “etwas zu ausführliche” Checkliste – die man bisher vermisst hat. Beim Lesen sollte Notizblock und Stift (bzw. ein Wiki) bereit liegen – ich habe mir an vielen Stellen Notizen gemacht. Themen die man schon längst angehen wollte, die aber wieder untergegangen sind, aber auch viele neue Impulse erhalten, die sicherlich sehr nützlich für die Etablierung eines Unternehmenswikis sind. Das Buch gliedert sich dabei in folgende vier Teile:

  • Unternehmenskommunikation: Wie ein Wiki Unternehmen verändert
  • Technologische Aspekte der Wiki-Einführung und eine skeptische IT-Abteilung
  • Organisatorische und kulturelle Aspekte
  • Wiki-Nutzung ankurbeln

Die Autoren haben ihr Buch in einer Live-Session vorgestellt die man sich auf der Website als Videomitschnitt ansehen kann. Dort bekommt man weitere Informationen zum Inhalt. Wer direkt zugreifen möchte – aktuell erstattet //SEIBERT/MEDIA 50% vom Amazon-Verkaufspreis wenn eine  Rezension auf Amazon erstellt wird.

Vielen Dank an //SEIBERT/MEDIA die mir das Buch kostenlos überlassen haben.

Vortrag: Mit sozialen Medien leben & arbeiten – Teil 1

Am letzten Wochenende vom 18. – 20 März 2011 habe ich im Rahmen der SMD Fachtagung der Fachgruppen Informatik und Technik einen Vortrag rund um soziale Medien gehalten. Die Folien des ersten Vortrags habe ich nun auf Slideshare geladen. Ohne die Notizen dabei fehlt aus meiner Sicht natürlich einiges. Aus den geplanten 2 Stunden Vortrag wurden eher vier mit Diskussion und Fragen. Der zweite Vortrag geht auf Unternehmensbeispiele ein und stellt das Volxbibel-Wiki vor. Die Folien dazu sind nur den Teilnehmern der Fachtagung zugänglich. Links die ich während der Vorbereitung zum Thema gesammelt habe befinden sich unter http://zung.us/smdlinks.  Im Folgenden die Folien: Continue reading

Was war denn nochmal E-Mail?

Webmail Statistiken

comScore "Year-over-Year Change in Time Spent Using Web-Based Email by Age Segment in the U.S."

Diese Zahlen aus einer Studie von comScore bestätigen  meine Vermutung, dass die Nutzung von E-Mail unter Jugendlichen stärker abnimmt als von vielen bisher Vermutet. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen minus 59%, bei den  25- bis 34-Jährigen immerhin minus 18%. Die Studie bezieht sich auf die Nutzung von Webmail in den USA, wobei ich vermute, dass der Zusatz “Webmail” nicht wirklich relevant ist. Eine weitere Studie von ContactLab stellt u.a. fest, dass 51% aller Nutzer ausschließlich Webmail verwenden und weitere 34% Webmail als auch lokale Software in Kombination. Außerdem werden Instant Messaging und Soziale Netzwerke von großen Teilen der Nutzer verstärkt zur Kommunikation verwendet.

ContactLab: Alternativen zur E-Mail

ContactLab: Alternativen zur E-Mail

Unternehmen müssen aus meiner Sicht daher langfristig umdenken und Alternativen bereitstellen. Die neuen Generationen Mitarbeiter werden sich wohl kaum vorstellen können, Dokumente, Grafiken und Videos per E-Mailanhang zu verteilen, dafür müsste man dann wohl schon eine Schulung anbieten. Ganz selbstverständlich werden inzwischen Webportale und Soziale Netzwerke wie Facebook zum Austausch verwendet.

(via Thomas Hutter)

Ist Social Media relevant für Unternehmen?

An dem aktuellen Hype rund um Social Media und dem Nutzen oder der “Gefahr” für Unternehmen scheiden sich die Geister. Meiner Meinung nach kommt früher oder später kein Unternehmen umher sich Gedanken zu diesem Thema zu machen und im jeweiligen Kontext eine angemessene Strategie zu entwickeln und Ressourcen dafür bereitzustellen. Social Media bedeutet direkte Interaktion mit dem Kunden und dem Markt. Im Daimler-Blog greift Norbert Diedrich (mal wieder) das bekannte Cluetrain-Manifest von 1999 auf – “Märkte sind Gespräche”. Und damit gilt “sprich oder stirb” wie Diedrich feststellt. Wer weder hinhört noch mit spricht verliert irgendwann am Markt. Dabei sollte man nicht vergessen, dass es einiges an Erfahrung und Feingefühl benötigt sich richtig zu beteiligen.

Das Social Media ganz einfach und praktisch funktionieren kann, beweisen auch die Twitterer von @lufthansa_de. Nachdem die Buchung von Flügen (wohl bedingt durch ein Update) mit dem antiquierten Internet Explorer 6 nicht mehr möglich war, beschloss ich per Tweet das Twitteruniversum zu befragen. Innerhalb kurzer Zeit kam am späten Nachmittag neben vielen Aufforderungen zu einem Update eine Antwort von @lufthansa_de mit der das Problem gelöst werden konnte. Dank dieser Sicherheitswarnung löst sich inzwischen wohl auch das überfällige IE6 Problem durch ein Update.

Hier übrigens ein Ranking verschiedener deutscher Marken auf Twitter.

Enterprise 2.0 Summit

e20s2009sIch habe kurzfristig eine Einladung zum Enterprise 2.0 Summit in Frankfurt erhalten und werde somit am 12. November dabei sein. Hier die Presseinformationen zum Summit:

Der Enterprise 2.0 SUMMIT ist ein europäischer Kongress mit international hochkarätigen Referenten. Thema sind konzeptionelle, praktische, kulturelle und visionäre Aspekte von Web 2.0 Anwendungen im Unternehmen. Dabei geht es um neue Formen des Informations-, Wissens- und Kollaborationsmanagements.

In zwei Konferenzsträngen werden die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren diskutiert: Die Vorträge des “Best Practice Track” diskutieren Projekterfahrungen und Lessons Learned von Schlumberger, Lago, CSC, Deutsche Bundeswehr, National Suisse, Otto Group, SUN Microsystems, Westaflex und anderen. In dem “Expert Talk Track” diskutieren Themenexperten wie Dion Hinchcliffe (USA), Lee Bryant (UK), Oliver Marks (USA), Mark Masterson (Germany, USA), Bertrand Duperrin (France), Kjetil Kristensen (Norway), Gil Yehuda (USA), Emanuele Quintarelli (Italy) und andere die Entwicklungen und strategischen Erfolgsfaktoren des Themenfeldes.

Weitere Details zum Programm erhält man direkt auf der Website. Wer kurzfristig noch teilnehmen möchte, kann mit dem Promotion-Code e20scw 200,- EUR Rabatt bekommen. Dazu einfach bei der Registrierung den Promotion-Code eintragen.

Vielen Dank für das Ermöglichen der Teilnahme durch Kongress Media & Björn (@bn_at_twitter) sowie das Sponsoring der Blogger/Community-Tickets von Dion Hinchcliffe (@dhinchcliffe).

Unangenehme Penetranz II

Mir gehen immer mehr Unternehmen auf den Zeiger, die aus Eigennutz versuchen, dem Kunden ungewollt “zusätzliche” Funktionen unterzujubeln. Nach außen werden solche Features immer als geniale und kostenfreie Dienstleistung verkauft. In Wirklichkeit ist es nicht mehr als eine weitere penetrante Werbeplattform – zumindest im folgenden Beispiel.

Kürzlich hab ich mich gefragt, wie in aller Welt die Suchseite diesen Unternehmens als Standardsuche in der URL-Zeile in meinem Browser gelangt:

Wunderschön, Freenet als Standard Suchseite, danke! *&%()$"%!!

Wunderschön, Freenet als Standard Suchseite, danke! *&%()$"%!!

Meine erste Vermutung, die Suche wäre über eine Firefox-Einstellung oder eine Extension eingeschleusst worden war nicht korrekt. Freenet hat ihre DNS-Server so angepasst, dass bei Eingabe einer unbekannten URL die Suchseite eingeblendet wird. Eigentlich keine schlechte Idee – wenn diese Seite nicht mit Werbung zugepflastert wäre und dem Anwender transparent kommuniziert würde was geschieht und wie er darauf Einfluß nehmen kann. Am Dienstag nun der Wechsel zum neuen Anbieter – was nun doch Alice wurde, nachdem ich nicht eingesehen habe bei KabelBW zuusätzlich 17 EUR für einen Kabelanschluß zu bezahlen den ich nicht benötige. Und scheinbar hat sich diese Praxis bei den Providern als lukrative Werbeeinnahmen herumgesprochen, auch bei Hansenet präsentiert man dem Kunden ungefragt kontextsensitive Werbung und ein paar Alibi-Suchergebnisse. Immerhin ein kleiner Link am Ende der Seite mit der möglichkeit dies zu deaktivieren (dazu muss man sich in den Kundenbereich einloggen und mehrfach bestätigen).

Ich bin froh nun wieder Ergebnisse von Google zu erhalten.

Hinweis: Bei Freenet kann man übrigens einen alternativen DNS-Server eintragen, wenn man die Suche wieder loswerden möchte.

Morgen früh wird's knapp mit der Kernarbeitszeit

Wenn ich endlich mal wieder dazu komme in meinen Feedreader mehr als die 5 wichtigsten Feeds zu lesen, entdecke ich (wie immer) viel Interessantes, z.B. das Buch “Morgen komm ich später rein” von Markus Albers. Es geht um flexiblere und kreativere Gestaltung der Arbeit als Angestellter -  das Pendant zu “Wir nennen es Arbeit” für die Angestellten schreibt Johannes.  Hier ein Zitat von der Website zum Buch:

Man will kaum glauben, dass wir in einer Wissensgesellschaft arbeiten, denn unsere Arbeitsstrukturen ähneln immer noch denen einer Industriegesellschaft: Abgesessene Kernarbeitszeit und exzessive Überstunden gelten als Beweis für »echtes« Engagement. Markus Albers beweist in seinem Buch “Morgen komm ich später rein” anhand vieler Beispiele, dass das nicht stimmt.

Denn eine flexible und mobile Arbeitsauffassung, eine Easy Economy, ist ein Gewinn für alle. Google, SAP und die Deutsche Bank, aber auch deutsche Mittelständler zeigen, dass individuelle Gestaltungsfreiheit zu mehr Leistung führt – und besserer Laune. So wird aus der Festanstellung eine Freianstellung, um in Zukunft Leben und Arbeiten harmonischer miteinander zu verbinden.

Gerade heute hatte ich es wieder davon geschäftliche und private Termine zu koorfinieren, schließlich wirken sich diese auf meine Freizeit aus. Derzeit schicke ich Termine per Mail im Kreis um auch privat mit den wichtigsten Geschäftsterminen auf dem Laufenden zu sein.

Um flexiblere Arbeitszeiten in großen Unternehmen umzusetzen, reichen nicht nur gute Argumente und Fakten für den Chef. Leider ist es oft wesentlich komplexer zwischen Betriebsrat, Personalabteilung und Geschäftsführung. So manche Regelung des Betriebsrats zum “Schutz der Mitarbeiter” kann sich in diesem Punkt als Problemregelung für mehr Felxibilität zeigen. Oder die sogenannte Vertrauensarbeitszeit durch die meiner Meinung nach an vielen Stellen zugunsten des Unternehmens gerundet wird? …vielleicht sollte ich es lesen. Ach ja, morgen früh wird’s wieder knapp mit der Kernarbeitszeit…

Notiz: mzungu's bei c't

Gemeinsam weben – Erfolgreich Wikis einführen heißt ein Artikel in der aktuellen c’t von Anja Ebersbach, Markus Glaser und Richard Heigl. Wer eine kompakte Einführung und dazu Übersichtstabelle ausgewählter Wiki-Software braucht sollte sich die c’t 09/2007 ab S.168 ansehen. Dazu bekommt man einen Überblick über die äußerst wichtigen Faktoren der sozialen Strukturen und Unternehmenskultur die bei Einführung eines Wikis im Unternehmen zu beachten sind. Der Artikel verlinkt u.a. meinen Artikel 10 kostenlose Wikis im Web (vielen Dank!).

Die Autoren selbst bieten seit einiger Zeit unter Hallo Welt Beratung rund um das Thema Wiki an.

Seit Anfang Januar Berate ich ebenfalls Unternehmen zu sämtlichen Themen um Wiki und Social-Software.

Notiz: Diplomarbeit Blogger Relations

Olaf Nitz hat die Ergebnisse seiner Diplomarbeit Blogger Relations – Neue Aufgaben für die Unternehmenskommunikation in einer 14 seitigen Präsentation zusammengefasst (PDF Download). Er erklärt warum Monitoring der Blogosphäre für Unternehmen sehr wichtig ist und fasst in drei Teilen die Strategie für Unternehmen zusammen:

  1. Zuhören: Durch Blog Monitoring erfahren, was die Blogosphäre zu sagen hat
  2. Verstehen: Durch Analyse Blogs und Blogger bewerten können
  3. Handeln: Blogger Relations Strategien