Schlagwort-Archiv: Weblog

9 Jahre mzungu’s

Letzte Woche ist mir zufällig aufgefallen, mzungu’s wird heute satte neun Jahre alt!.

Was sich seit 2003 technisch getan hat konnte man 2007 lesen. Seither gibt es nicht viel neues, außer, dass das ganze inzwischen alles über WordPress Multisite läuft. Ich habe weiterhin Spaß am Bloggen und gefühlt schon immer zu wenig Zeit dazu.

(mehr kann ich nicht schreiben, sonst bleibt für das 10-jährige nichts mehr)

Notiz: Basic Thinking Blog für 46.902 EUR verkauft

Kein Joke, es ist nun wirklich wahr, Deutschlands meist verlinkter Blogger, Robert Basic, hat sein Blog Basic Thinking für 46.902 EUR bei Ebay versteigert. Neuer Besitzer ist Thomas Strohe, CEO von   serverloft.de. Hier ein Auszug aus der Pressemeldung:

Thomas Strohe (29), Gründer von serverloft, und seine Mitarbeiter sind selbst seit langem begeisterte Leser des Blogs von Robert Basic. Seit Bekanntwerden der Versteigerung stand Strohe mit Basic in Kontakt und hat mit ihm lange über die Zukunft des Blogs gesprochen. „Wir möchten Basic Thinking im Sinne von Robert weiterführen”, so Strohe. „Als wir von dem Verkauf hörten, fanden wir es alle sehr schade, dass dieses vielseitige Blog mit Schwerpunkt auf Web- und Technikthemen nicht weiterbestehen sollte. Um eine kommerzielle Ausschlachtung und einen Qualitätsverlust der Inhalte zu verhindern, beschlossen wir schließlich, es selbst zu ersteigern und für die technisch interessierte Community zu erhalten.”

Unglaublich. Immerhin soll es inhaltlich weitergehen. Ich bin gespannt wie sich das entwickelt.

[via rivva]

Die Weltreise

In ihrem Blog kann man die Tour von Marlies & Bernhard durch Südostasien, Neuseeland und Australien quasi live verfolgen. Inzwischen ist man ja weltweit vernetzt und mit den passenden mobilen Geräten ausgerüstet, so dass alle daheim gebliebenen zeitnah mit Text und Bild versorgt werden. In meinem Feedreader landen daher immer wieder neue Geschichten und Bilder, die mich an die eine oder andere „offline-reise“ damals erinnern, insbesondere an Vietam. Neben einem kleinen bisschen Neid bekomme ich natürlich Fernweh – es wird Zeit eine neue Reise ins Outback zu planen.

Bild oben: Schon 15 Jahre her, die Tour nach Turkana

Perlen aus dem Feedreader

Die Artikel meiner FreundeGoogle-Reader hat eine nette Funktion eingebaut, um gelesene Artikel anderen zu empfehlen und zu veröffentlichen. Unter jedem Artikel im Reader gibt es die Möglichkeit diesen zu den Empfohlenen Artikeln (Shared-Items) mit einem Klick auf ein Icon Share Item zu befördern. Damit erscheint der Artikel auf der Shared-Items Seite. Wer den Google-Reader in englischer Sprache verwendet, kann damit auch die Artikel mit „Freunden“ teilen (Siehe Screenshot).

Um die Perlen aus dem Feedreader auch mit den Bloglesern zu teilen, bietet es sich an den Feed der Shared-Items Seite in die Sidebar im Blog einzubauen. Alternativ kann man auch das im Google-Reader angebotene Widget verwenden.

Da das WordPress RSS-Widget den Feed im Atom-Format nicht richtig darstellt, muss der Feed der Shared-Items zuerst in das RSS-Format konvertiert werden. Dazu verwende ich Feedburner und kann damit noch gleichzeitig ein paar Links aus meinem Delicious-Account einbauen.

Zuerst muss man den Shared-Items-Feed über Feedburner laufen lassen. In den Feedburner-Einstellungen kann man nun den Feed in RSS 2.0 konvertieren:

Feed-Format konvertieren mit Feedburner

Mit Feedburner konvertieren

Zusätzlich kann man den Feed noch mit einem bestimmten Delicious-Tag füttern. Links die ich meinen Bloglesern empfehlen möchte speichere ich mit dem Tag „mzungus“ bei Delicious ab. Um nun diese Bookmarks unter die Empfehlungen aus dem Google-Reader zu mischen kann man die Link Splicer Funktion verwenden. Dort gibt man Delicious-Benutzername und Tag an, und schon werden die Links untergemischt.

Delicious Tags einbauen

Delicious Tag einbauen

The Nest – Im Spannungsfeld kenyanischer Bürokratie und sozialer Prestige

Bild aus The NestThe Nest ist ein Kinderheim in Limuru, Kenya, das sich speziell um Kinder inhaftierter kümmert und versucht diese und Ihre Mütter wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Aktuell gibt es in der TAZ einen Artikel über das Kinderheim in dem u.a. das Thema der Adoption im Spannungsfeld bürokratischer und korrupter Behörden und Agenturen und neuer amerikanischer und europäischer Sozialprestige aufgreift:

Dabei würde Irene Baumgartner gerne sehen, dass sich in Kenia Verhältnisse entwickeln, die es ermöglichen, dass ihre Waisen von Kenianern adoptiert werden. Dass die meisten Adoptiveltern Ausländer sind, sieht sie mit Sorge. „Seit fünf, sechs Jahren ist es im Westen schick geworden, ein afrikanisches Kind zu adoptieren“, meint sie. Die Bilder von Madonna und Angelina Jolie mit ihren Adoptivkindern aus Afrika in den Illustrierten haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Motivation mancher europäischer oder amerikanischer Paare, die im „Nest“ vorbeischauen, beschreibt sie so: „Der Freund hat ein schwarzes Baby, das ist süß, und außerdem steht er seitdem sozial im Mittelpunkt, weil er was Gutes tut – eine solche Adoption bringt eine Menge Sozialprestige, das wollen die dann auch.“

Wer sich für The Nest interessiert bekommt im Weblog regelmäßige Infos und kann gegebenenfalls Kontakt aufnehmen. Bei Interesse kann ich auch gerne Auskunft geben, oder auch andere Projekte vermitteln.

[von Marlies via Messenger, danke ans AEMHostel für die Korrekturen ;-)]

Blogscouts unvermittelter Abgang

Dirk Olbertz hat vorgestern Blogscout den „Wegweiser durch die Blogosphäre“ sowie die dazugehörigen Statistiken abgeschaltet, wie man im Blogscout-Blog nachlesen kann. Reaktionen zum Ende von BlogscoutDie Reaktion in der Blogosphäre dazu ist recht groß, viele bekannte Weblogs schreiben darüber und viele Nutzer bedanken sich bei Blogscout. Das Ziel von Blogscout ein Wegweiser durch die Blogoshpäre zu sein wurde verfehlt, sagt Dirk Olbertz und schließt damit seinen kostenlosen Dinest:

Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen. Diesem Anspruch kann ich aber nicht ansatzweise gerecht werden. Die breite Masse – oder auch “Longtail” – ist entweder gar nicht bei Blogscout vertreten, oder ist unterrepräsentiert.

Blogscout wurde unvermittelt abgeschaltet und die Statistiken und Benutzeraccounts ohne Vorwarnung deaktiviert, lediglich eine Email an die Nutzer informierte über diese Tatsache. Trotz einigen Problemen waren die Statistiken von Blogscout doch bei vielen Bloggern beliebt – was sich auch in der Reaktionen zu Dirk Olbertz‘ Post zeigt. Sicherlich, der Dienst rund um Blogscout war kostenlos und die Nutzer hatten deshalb auch kein Anrecht auf eine Kontinuität der Statistiken. Obwohl Olbertz‘ Hauptziel mit Blogscout weniger die Statistiken für die Blogs waren, sollte nicht vergessen werden, dass diese Funktion doch von einem großen Teil der Mitglieder hauptsächlich genutzt wurde. Schade dass den Nutzern letzlich kein Vorlauf zum Wechsel auf einen alternatives Trackingtool gegeben wurde. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es aber immerhin die letzten Statistiken für jeden Nutzer zum Download.

 

Natürlich gibt es gute Alternativen. Aktuelle Bewegungen in der deutschen Blogosphäre kann man inzwischen schön bei Rivva verfolgen. Als alternative Trackingtools bieten sich z.B. Google-Analytics, W3Counter, reinvigorate (beta) oder eigene Installationen wie WP-Shortstat-Ex an.

Notiz: coComment verjagt seine Nutzer

coComment war einmal ein brauchbarer Dienst um eigene Kommentare auf anderen Weblogs zu verfolgen. Seit einigen Tagen gibt es ein Update der Website und ein Update der dazugehörigen Firefox Extension. Leider scheint die Funktion der Seite nicht mehr gegeben. Die Benutzerfreundlichkeit scheint schlechter geworden zu sein, man bekommt unnütze Funktionen vorgesetzt obwohl man eigentlich einfach nur Kommentare tracken möchte. Beim browsen der Website erhalte ich laufend Serverfehler oder Fehler wegen fehlender deutscher Sprachversionen. Da hilft auch kein kleines Beta im Titel, ich habe coComment im Firefox deaktiviert wie auch viele andere Benutzer. Schade wenn man sich so die Benutzer vergrault. Wer kann mir eine Alternative empfehlen?

WordPress automatisch aktualisieren

Wer gleichzeitig mehrere WordPress-Installationen upgraden möchte, kann dies elegant mit dem Shell-Skript von Alex Günsche erledigen. Voraussetzung dazu ist Shell-Zugriff und root-Rechte für den Server. Wer dies nicht zur Verfügung hat und nur eine einzelne Installation aktuell halten möchte, sollte das InstantUpgrade Plugin von Alex Günsche zu testen.

Das Skript lädt jeweils die aktuellste Version von WordPress herunter, entpackt diese und aktualisiert die angegebenen Verzeichnisse. Um das Skript zu verwenden sollte man allerdings genau wissen was man tut und vorher ein Backup erstellt haben. Ich habe es zudem zuerst an meiner Beta-Installation getestet. Folgende Schritte sind durchzuführen:

  1. Als Root einloggen und in das Verzeichnis /root/ wechseln (# cd /root)
  2. Ein Verzeichnis namens wpupgrade anlegen (# mkdir wpupgrade)
  3. In diesem Verzeichnis das Skript (s.u.) z.B. unter dem Namen wpupdate speichern
  4. Das Skript mit ausführbar machen (# chmod +x ./wpupdate)
  5. Ein Verzeichnis mit allen benötigten Sprachdateien anlegen (# mkdir languages)
    Die aktuelle deutsche Sprachdatei findet man bei WordPress-Deutschland
  6. Die Datei installations anlegen und dort die absoluten Pfade zu den einzelnen WordPress-Installationen und den Url folgendermaßen angeben:
    /srv/www/vhosts/domain.de/httpdocs/=http://domain.de/
    /srv/www/vhosts/domain2.de/httpdocs/=http://domain2.de/
  7. Das Skript ausführen (# ./wpupdate)

Hier das Skript zum Download: wpupdate.
Hinweis: Das Skript funktioniert mit der aktuellen WordPress-Dateistruktur und ich habe es zum Update auf Version 2.2.1 verwendet. Bitte die Lizenzhinweise im Header beachten.

Update:

Beim Update der von mir verwalteten Weblogs habe ich einen Fehler beim chown der kopierten Dateien erhalten. Die neue WordPress-Version wird vom Skript mit den Berechtigungen des root-User kopiert. Deshalb müssen am Ende der Besitzer und die Gruppe korrigiert werden. Damit das Skript vollständig auf meinem Server mit einer Linux Suse 10.0 Installation und Plesk 8.2 funktioniert waren dazu folgende Anpassungen notwendig.

In Zeile 67 & 68:

USER=$(ls -l ${DIR}/wp-config.php | cut -f 4 -d ' ')
GROUP=$(ls -l ${DIR}/wp-config.php | cut -f 5 -d ' ')

In Zeile 86:

chown -R ${USER}:${GROUP} ${DIR}/*

Die Anpassungen in Zeile 67 & 68 bewirken, dass der richtige Benutzer und die richtige Gruppe zugeordnet werden. Mit der Anpassung in Zeile 86 wird festgelegt, dass nur Dateien innerhalb des WordPress Installationsverzeichnisses angepasst werden.

Um festzustellen ob tatsächlich der benötigte Benutzer und die richtige Gruppe eingesetzt wird, können folgende Befehle im WordPress-Verzeichnis ausgeführt werden. Dabei wird jeweils der Benutzer und die Gruppe ausgegeben:

# ls -l wp-config.php | cut -f 4 -d ' '
# ls -l wp-config.php | cut -f 5 -d ' '

Vielen Dank an Alex Günsche für den netten live Support bei der Anpassung an meine Bedürfnisse.

4 jahre mzungu's

Heute gibt es dieses Weblog seit vier Jahren. Hier eine kleine Historie:

Mai 2003

Mein erster Post unter http://weblog.mzeecedric.de mit dem Blogsystem Nucleus in Version 2.0: Nucleus schien mir die beste Möglichkeit um aus dem Praxissemester in Kenya regelmäßige Beiträge zu schreiben. Die händischen Updates meiner statischen Homepage waren mangels guter Onlineverbindung kaum möglich und sowieso recht nervig.

September 2004

Nach kurzem Test von Movable-Type bin ich auf WordPress als Blogsoftware umgestiegen, damals wohl die Version 1.2.

Oktober 2005

Es kommen zwei neue Domains dazu – http://zung.us, nur um damit die Subdomain http://m.zung.us zu erstellen und http://zungu.net. Inhaltlich kamen seit 2005 immer mehr Themen zu Wikis und Social Software hinzu. Seit 2007 lagere ich diese Themen jedoch auf zungu.net aus. Der Counter sagt es wären inzwischen 88845 Besucher hier gewesen. Das hier ist der 592. Post und die Besucher haben 1,197 Kommentare hinterlassen.

Einige Design-Restbestände alter Zeiten findet man bei Archive.org [1, 2].

Vielen Dank an alle Leser, es macht Spaß!

Hier noch eine kleine Leserumfrage:

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