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Das neue Confluence 5 Wiki

Es geht wirklich schnell mit den Releases von Atlassian. Seit heute ist Version 5 des Confluence Enterprise Wiki verfügbar. Gerade mal von 1 1/2 Jahren wurde die Version 4 veröffentlich – mit einem meiner Meinung nach bisher unerreichten Richt-Text-Editor für die browser basierte Seitenbearbeitung.

Die Version 5 bringt ein überarbeitetes Design und liefert mit kleinen feinen Funktionen noch mehr Optimierungen für den Enterprise Einsatz. Vieles wird mit diesem Release ein gutes Stück runder und passt damit auch gut in das gesamte Portfolio der Atlassian Produkte. Trotz einiger offener Wünschen habe ich noch kein Wiki (geschweige denn ein anderes CMS) im Einsatz gesehen, welches in kurzer Zeit von einer solchen breiten Benutzerzahl akzeptiert und fast wie selbstverständlich verwendet wird.

(Confluence 5.0 Video ins deutsche übersetzt von /SEIBERT//MEDIA)

In den Releasenotes und dem aktuellen Blogpost gibt es weitere Details.

Enterprise 2.0 – Vernetzte Firmen und Facebook

Ein Teil der aktuellen Folge des elektrischen Reporter (Mario Sixtus) befasst sich mit dem Thema Enterprise2.0 und gibt einen guten grundsätzlichen Einblick in das Thema. Im Beispiel geht es um BASF und IBM Connections – eine Social Software Suite. In der Tat ist in sehr vielen deutschen Unternehmen Facebook und Twitter während der Arbeitszeit tabu. Der strategische Einsatz interner Social Software Plattformen ist in deutschen Unternehmen aus meiner Sicht bei weitem nicht so populär wie das im Video rüberkommt:

“Nun sind soziale Netzwerke in der Industrie angekommen.”

Die Theorie und Praxis klafft an vielen Stellen auseinander und vom Management wird kaum der benötigte “Vertrauensvorschuss” gewährt, der nötig ist. Unter diesem Vorzeichen funktionieren dann die theoretisch so einfach und plausibel klingenden Konzepte in der Praxis nicht oder nur eingeschränkt.

Vernetzte Firmen -Facebook und Twitter sind in vielen Unternehmen verboten. Dennoch schätzen auch Firmen die Vorteile vernetzter Kommunikation und bauen daher eigene soziale Netze auf.

An den Stellen, an denen Social Software jedoch im positiven Umfeld genutzt werden kann  sind die präsentierten Erfolge kein Einzelfall sondern werden von vielen erlebt.

Ergänzend dazu hier das aktuelle Video-Interview von IBM SocialBusiness mit Frank-Michael Bock und Dr. Erik Wüstner von der Robert Bosch GmbH:

(via Thomas Christinck)

Confluence setzt neue Standards beim Editieren von Wiki-Seiten

Verwundert habe ich gerade bemerkt, dass ich schon 2005 einen kurzen Artikel zum Confluence Wiki geschrieben habe. Erst seit 2010 beschäftige ich mich aktiv mit dem Confluence Enterprise Wiki von Atlassian. Confluence hat die Stärken von damals konsequent ausgebaut und ist inzwischen eines der besten Wikis die ich bisher verwendet habe. Seit der Version 4.0 setzt der WYSIWYG Editor mE den absoluten Standard beim Editieren von Wiki-Seiten.

Es war mal Wikitext…

Wer klassische Wikis kennt verbindet damit immer Wikitext (oder auch Wiki-Code wiki markup, Wiki-Syntax) – eine simple Auszeichnungssprache um die Inhalte zu formatieren. Selbst Wikis mit integriertem Richtext-Editor (WYSIWYG-Editor), wie z.B. Foswiki oder Confluence bis Version 3.5, boten diesen nur als zusätzliche Option zur Wiki-Syntax an. Häufig kam es dabei vor, dass sich der Editor beim Formatieren “verheddert” hat und dies dann im Wikitext korrigiert werden musste.

Wiki Befürworter betonen gewöhnlich die einfache Wiki-Syntax mit der schnell Inhalte von jedem erstellt und bearbeitet werden können. Viele Anwender (die “Wiki-Gegner”) weigern sich (oder tun sich zumindest sehr schwer) Wiki-Syntax zu verwenden und bezeichnen sie als kompliziert und vorsintflutlich. Der große Gewinn durch das Wiki-Prinzip – die Art und Weise wie Zusammenarbeit offen, transparent und versioniert umgesetzt wird – wird dadurch nicht erkannt. Wer jedoch einmal ernsthaft gemeinsam zentral Dokumente erstellt und weiterentwickelt hat, möchte diese Art der Zusammenarbeit im Team i.d.R nicht mehr missen. Damit es dazu kommt, muss man sich, wie bei vielem, erstmal darauf einlassen und es ausprobieren. Und gerade dabei spielt die “geringe” Hürde des Editors eine oft unterschätze Rolle bei der Wiki-Adoption.

Neue Funktionen im Richtext-Editor

Atlassian hat in den letzten sehr viel in die Entwicklung eines neuen Editors gesteckt und diesen perfektioniert. Zur Version 4.0 von Confluence wurde außerdem auf einen reinen Richtext-Editor umgestellt. Das umschalten auf Wiki-Markup ist damit nicht mehr möglich, was viele Wiki-Geeks anfangs in Angst und Schrecken versetzt hat. Dies war ein  überfälliger Entwicklungsschritt, der z.B. auch schon lange in der Entwickler-Community des TWiki/Foswiki diskutiert wurde. Natürlich verläuft eine solch gravierende Änderung nicht ganz problemfrei ab, aber ich war erstaunt, wie gut der Editor von Anfang an war. Mit dem Verzicht auf Wiki-Markup wurde es einfacher möglich komplexe Wiki-Funktionen anwenderfreundlicher zu integrieren. An Stellen an denen bisher für den Anwender kryptische Makros standen, können nun über Konfigurationsmenüs die Sonderfunktionen eingefügt und mit einem Platzhalter visualisiert werden.

Meine Top-Features des neuen Editors sind u.a.

  • Automatische Konvertierung von Wiki-Syntax während der Eingabe
  • Automatische Vervollständigung bei der Verlinkung von Seiten, Benutzern, Anhängen und Makros
  • Drag & Drop von Anhängen
  • Copy & Paste von Grafiken im Editor
  • Viele Tastaturkürzel für sehr schnelles Arbeiten
Hier eines der Videos welches ein paar der Funktionen zeigt:
Nachdem ich viele Jahre Wiki fast ausschliesslich in Wiki-Syntax editiert habe, vermisse ich dies mit dem Confluence 4.x Editor kein Stück. Durch die Konvertierung von Wiki-Syntax bei der Eingabe war zudem keine Umstellung der “alten Gewohnheiten” nötig und gerade durch Kenntnis der Wiki-Syntax kann sehr schnell formatiert werden.
Natürlich gibt es bei jedem Wiki stärken und schwächen – auch Confluence hat Punkte die verbessert werden sollten. In einem weiteren Artikel werde ich einige Stärken und Schwächen aufzeigen.

Enterprise Wikis – Das Buch

Wer Martin Seibert und //SEIBERT/MEDIA kennt, weiß, das die Autoren von Enterprise Wikis nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern mit Überzeugung das Thema vertreten. Enterprise Wikis ist ein Buch das ganz klar die langjährige Erfahrung der Autoren mit Wikis widerspiegelt. Es ist vollgepackt mit vielen Praxisbeispielen die helfen ein Wiki im Unternehmen erfolgreich einzuführen und technische, organisatorische aber vor allem auch kulturelle Hürden zu meistern.

Anhand von einem Beispiel-Unternehmen (der Capitol AG) und deren Beispiel-Mitarbeitern (Personas) wird der Leser schnell in die Praxis hineingenommen und lernt spielerisch und oft mit einem zwinkernden Auge der Autoren die Herausforderungen bei der Einführung eines Unternehmenswikis kennen. Bewusst ein wenig überzeichnet sind die typischen Kollegen und Mitarbeiter und deren Verhaltensstrukturen (z.B. Gerd Gebichnichther und Mark Microsoft) die man selbst aus der Praxis kennt dargestellt.  Dabei werden Hintergründe von Konflikten sehr gut aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze vorgestellt. Sicherlich passt nicht alles eins zu eins in das eigene Unternehmen, aber der Leser lernt anhand dieser Beispiele vielleicht selbst an manchen Stellen einen Schritt aus dem eigenen Bild herauszutreten und die Situation besser einzuschätzen.

Enterprise Wikis ist ein Buch, das ganz allgemein auf die das Thema Unternehmenswikis ausgerichtet ist. Wenn man unterschiedliche Wiki-Software kennt, merkt man natürlich, dass viele Enterprise Funktionen wie selbstverständlich auf das Confluence-Wiki von Atlassian beziehen – ein Hintergrund den man kennen sollte, insbesondere wenn man Rückschlüsse auf bestimmte Funktionalität zieht.

Aufmerksame Leser des Blogs von //SEIBERT/MEDIA kennen natürlich auch schon einige Artikel aus denen das Buch zum Teil entstanden ist. Doch nirgends sonst bekommt man das Wiki-Wissen in einer solchen kompakten Form geliefert. Aus meiner Sicht ist es sehr gut für Personen geeignet, die sich noch recht frisch mit Thema auseinandersetzen. Für erfahrene Wiki-Anwender und -Umsetzer ist das Buch eher wie eine “etwas zu ausführliche” Checkliste – die man bisher vermisst hat. Beim Lesen sollte Notizblock und Stift (bzw. ein Wiki) bereit liegen – ich habe mir an vielen Stellen Notizen gemacht. Themen die man schon längst angehen wollte, die aber wieder untergegangen sind, aber auch viele neue Impulse erhalten, die sicherlich sehr nützlich für die Etablierung eines Unternehmenswikis sind. Das Buch gliedert sich dabei in folgende vier Teile:

  • Unternehmenskommunikation: Wie ein Wiki Unternehmen verändert
  • Technologische Aspekte der Wiki-Einführung und eine skeptische IT-Abteilung
  • Organisatorische und kulturelle Aspekte
  • Wiki-Nutzung ankurbeln

Die Autoren haben ihr Buch in einer Live-Session vorgestellt die man sich auf der Website als Videomitschnitt ansehen kann. Dort bekommt man weitere Informationen zum Inhalt. Wer direkt zugreifen möchte – aktuell erstattet //SEIBERT/MEDIA 50% vom Amazon-Verkaufspreis wenn eine  Rezension auf Amazon erstellt wird.

Vielen Dank an //SEIBERT/MEDIA die mir das Buch kostenlos überlassen haben.

13. WikiWednesday in Stuttgart

Am kommenden Mittwoch, den 24. November, findet der 13. WikiWednesday in Stuttgart statt. Wir treffen uns wieder bei CoWorking Stuttgart im H7 gegenüber vom Hauptbahnhof. Mögliche Themen sind der Rückblick auf den Thementag Wissensmanagement, KnowTech und Stuttgarter Wissensmanagementtage, Enterprise 2.0 SUMMIT und mehr.

  • Wiki-Seite des WikiWed Stuttgart mit Terminen und Infos
  • Abstimmung zum Programm über die öffentliche Google Wave
  • Fan-Page und Gruppe auf  Facebook gibt es natürlich auch

Wie Web2.0 im Unternehmen funktioniert

Immer wieder spannend finde ich wie die Synaxon AG erfolgreich Web2.0 / Enterprise2.0 als Unternehmen einsetzen. Dieses ca. 30′ Interview von Ulrike Reinhard mit Frank Roebers sollte Pflicht für die Unternehmensführung und alle Mitarbeiter der Managementebenen sein. Im Synaxon Blog schreibt Frank Roebers außerdem noch einige lesenswerte Kommentare aus der Vorbereitung zum Interview. Mehr über das erwähnte Tit for Tat – Prinzip findet man in der Wikipedia.

10. WikiWednesday in Stuttgart

Am kommenden Mittwoch den 26. Mai 2010 findet der 10. WikiWednesday in Stuttgart statt. Zu diesem kleinen Jubiläum werden wir den Grill anwerfen und feiern. Das ganze findet ab 18:00 Uhr im Innenhof des H7 statt. Gastgeber ist wieder CoWorking Space Stuttgart. Herzliche Einladung an alle die Interesse am Thema Wiki und Kollaboration, oder Grillen und Feiern haben. Es wird sicher ein gemütlicher abend und nach vier Wochen kalt und Dauerregen ist Sonne vorgesehen. Einige weitere Informationen findet man leider etwas ungleichmäßig verteilt im Web u.a. hier:

Volxbibel-Wiki gewinnt WebFish in Silber

Preisübergabe WebFish, Foto © evangelisch.de

Gestern fand die Preisübergabe des WebFish auf dem Ökumenischen Kirchentag am Stand von evangelisch.de in München statt. Das Volxbibel-Wiki hat neben crosschannel (Gold) und wie kann ich beten (Bronze) den WebFish in Silber der EKD gewonnen. Besonders geehrt hat mich dabei, daß die Jury besonders das Wiki-Konzept für die Übertragung der Volxbibel hervorhebt und gleichzeitig auf das Potential der nicht-kommerziellen Creative-Commons Lizenz eingeht. Aus meiner Sicht zwei absolut elemtare Bestandteile, an denen sich kulturelle Fronten gegenüberstehen. Auf der einen Seite der Gedanke eine Bibel quasi öffentlich in einem Wiki zu diskutieren und zu übertragen, auf der anderen Seite die Frage mit einer freie Lizenz die Volxbibel erfolgreich kommerziell vermarkten zu können (Vgl. hierzu auch mein letzter Artikel zur Volxbibel History). Vielen Dank an die Damen und Herren der Jury (Robert Basic (@robgreen), Peter Bernecker, Gemeinnützige Medienhaus GmbH, Sandra Bils (@PastorSandy), Claudia Fischer-Appelt, Unternehmensberaterin, Katrin Göring-Eckardt, Präses der Synode der EKD, Ulrich Hacke, EKD Internetarbeit, Melanie Huber, evangelisch.de, Ralf-Peter Reimann, evangelisch.de, Beate Steffens, Greenpeace), welche diese Feinheiten so schön erkannt und herausgestellt haben! Hier die komplette Pressemeldung zum silbernen WebFish:

Ein Wiki ist eine Online-Mitmachplattform, die die Zusammenarbeit von Internetnutzern ermöglicht. Die zunächst als Buch herausgegebene Volxbibel ist längst nicht mehr nicht statisch, sondern kann über das Wiki ergänzt und verbessert werden. So steht nun im Netz eine dynamische und lebendige Mitmachbibel als Arbeits- und Leseversion. Die Jury überzeugte die Idee, das Wiki-Konzept für eine Bibelübertragung in Jugendsprache zu nutzen und so die eigentliche Übersetzungs- und Übertragungsarbeit auf einen neuen Weg zu bringen. Positiv hat die Jury auch wahrgenommen, dass die so im Internet erarbeitete Fassung der Bibel in Jugendsprache unter so genannten Creative Commons-Lizenz steht: das ermöglicht die kostenfreie Weitergabe der Texte für private Zwecke oder für die Gemeindearbeit. Damit wird die Verbreitung dieser Bibelübertragung spürbar vereinfacht. Obwohl in guter Wiki-Tradition jeder Interessierte an der Volxbibel mitarbeiten kann, sind noch weitergehende Arbeitsschritte eingeplant, die eine Überprüfung der Textfassung durch Pädagogen und Theologen sicherstellen, bevor die Passagen endgültig veröffentlicht werden. Der Protestantismus lebt von Bibelübersetzung und Bibelübertragung; die Jury drückt durch die Preisvergabe ihre Anerkennung aus, dass mit dem VolxbibelWiki das Medium Internet gelungen zur Bibelübersetzung und Verbreitung eingesetzt wird.

Ich habe mich gefreut Martin zu treffen. Es war sogar nebenher noch ein wenig Zeit ein paar strategische und technische Themen rund um das Wiki anzusprechen. Ich wünsche mir jedoch mehr aktive Unterstützung beider Verlage (Pattloch / Droemer Knauer & Volxbibel-Verlag / SCM) für das Wiki und die Community, durch welche überhaupt neue und wesentlich überarbeitete Versionen der Volxbibel möglich werden!

Den entsprechenden Artikel zur Preisverleihung sowie das Foto oben und weitere Fotos findet man auf den Seiten von evalgelisch.de.

Volxbibel History

Martin Dreyer hat kürzlich sehr schön die Chronologie der Volxbibel auf seinem Blog zusammengefasst. Ich möchte an dieser Stelle  einige Ausschnitte die insbesondere das Wiki betreffen zitieren und ein paar Kommentare dazu geben. Die volle Version könnt ihr natürlich bei Martin nachlesen!

2005 Erste Veröffentlichung von Texten auf dem Freakstock 2005 in Gotha mit positiver Resonanz.

2005 Im Dezember wird die erste Auflage vom NT veröffentlicht und ist nach 2 Wochen ausverkauft.

2006 Lautstarke Kritik in der Öffentlichkeit, Forderungen alle Volxbibeln zu verbrennen, Unterschriftenlisten, drei Internetseiten gegen das Buch, Boykottaufrufe.

2006 Seit August steht das Volxbibel Wiki im Netz, Idee von Cedric Weber. Bis heute 3 Millionen Seitenaufrufe.

2006 Im Mai steigt die Volxbibel NT auf der Taschenbuch-Sachbuch Bestsellerliste bei Platz 17 ein.

2007 Erstes Update Volxbibel 2.0., Ausschreibung für ein neues Cover, Hochhausmotiv gewinnt.

2008 Im Oktober kommt die 3.0 auf dem Markt. Erster Export aus dem Wiki. Drei unterschiedliche neue Cover von Lesern werden in einem Internetvoting ermittelt.

2008 Übers Netz findet sich ein kompetentes Team von Leuten die gemeinsam an der ersten Bibel der Welt arbeiten, welche in einem Wiki im Internet entsteht.

2010 Die Volxbibel ist komplett! Band 2 erscheint im Mai, alle Psalme wurden als Reim umgeschrieben.

Einiges aus der Volxbibel History findet man auch hier im Blog unter dem Schlagwort Volxbibel. Hier nun noch ein paar der Meilensteine die mir gerade einfallen:

  • Schmunzeln muß ich vor allem bei “dem Jungenstreich”, als den mein Artikel mit dem Hinweis auf eine Onlineabstimmung gegen die Volxbibel bezeichnet wurde. Traurig war besonders, wie von verschiedenen “frommen” Seiten die Volxbibel heftig und dazu meist blind kritisiert wurde. Aus meiner Sicht erreichte diese Kritik genau das Gegenteil von dem was sie beabsichtigte und war ein wichtiger Faktor für das große Interesse der Medien danach. Unter dem Schlagwort Volxbibel-Vote findet man alle Artikel dazu.
  • Aus meiner Internet-Geek-Sicht wurde leider oft das Potential von Social Media und User Generatet Content von Seiten der Verlage unterschätzt. Vermutlich war die Angst sehr groß, ob mit freien Inhalten noch Geld zu verdienen wäre. Dabei wurde die Volxbibel als “Open Source Experiment” angepriesen. Ich erinnere mich an langwierige Diskussionen zum Thema Lizenz und bin sehr froh, daß wir schlußendlich eine duale Lizenzierung erreicht haben, welche die nichtkommerzielle Verwendung der Texte für den “privaten Gebrauch” unter einer Creative Commons Lizenz ermöglicht.
  • Ein Wiki ist auch für den redaktionellen Prozeß inklusive Lektorat ein perfektes Tool, so jedenfalls der laienhafte Glaube von Simon und mir. Völlige Transparenz der Änderungen über alle Text-Versionen und digitale Export- und Import-Möglichkeiten schienen ideal um relativ schnell neue Versionen aus dem Wiki zu veröffentlichen. In der Praxis der Buchveröffentlicher lief das jedoch anders. Die Version 2 wurde in nächtelanger Arbeit von Martin für die Lektoren in Word-Dokumente kopiert. Die Version 3 wurde dann (noch etwas holprig) inklusive dem Lektorat im Wiki bearbeitet und dann für den Print exportiert. (Hier mein Post dazu)
  • Das Alte Testament entsteht komplett im Wiki und Martin äußert sich immer wieder begeistert über die Zusammenarbeit im Wiki: “Ich finde, dass die Arbeit am AT so super geil hier gelaufen ist, dass es für mich keine besser Form der Korrektur gibt.” (siehe AT-Wiki)

In nächster Zeit steht ein Update des Wiki und der Import der Alten Testaments an. Außerdem gibt es schon Fragen nach der Version 4 des NT. Mir macht die Arbeit mit den Volxbibelern sehr Spaß. Meistens ist die Zeit die ich aktuell einbringen kann allerdings etwas zu knapp.

WikiCamp auf der CeBIT

Am kommenden Samstag den 6. März 2010 findet das erste WikiCamp auf der CeBIT statt. Eintritt zur CeBIT und natürlich zum WikiCamp ist kostenlos, wie von BarCamps gewohnt. Angemeldet ist bisher die kleine aber feine Community an Wiki-Entwicklern und Interessenten. Ich würde mich freuen wenn spontan noch mehr dazu kommen. Es wird sicher ein spannender Austausch rund um die Erfahrungen mit Wikis und Web2.0 Kollaborations Tools geben. Hier ein grober Fahrplan für den Ablauf der Sessions:

  • 10:00 – 11:40 Eröffnung, Vorstellungsrunde und Session-Planung (öffentliches Plenum)
  • 11:40 – 12:25 Session-Runde 1(3-4 Sessions)
  • 12:30 – 13:15 Session-Runde 2 und/oder Mittag (3-4 Sessions)
  • 13:20 – 14:05 Session-Runde 3 (3-4 Sessions / plus 1 Session in öffentlichen Plenum)
  • 14:10 – 14:55 Session-Runde 4 (3-4 Sessions / plus 1 Session in öffentlichen Plenum)
  • 15:00 – 16:30 Abschlussrunde mit Vorstellung der Session-Ergebnisse (öffentliches Plenum)

Ich werde zusammen mit Chris am Samstag früh anreisen.