Schlagwort-Archiv: Wikipedia

Das "Web2.0" ist noch immer recht unbekannt

Das Marktforschungsunternehmen Dialego hat in Deutschland, Frankreich und Großbritannien untersucht wie bekannt das  Web2.0 wirklich ist. Dabei wurde folgendes Untersucht:

  • Bekanntheit Web 2.0 und User Generated Content (UGC)
  • Bekanntheit Blogs
  • Bekanntheit einzelner Web 2.0 Services
  • Nutzung einzelner Web 2.0 Services
Wer kennt User Generated Content?
Wer kennt User Generated Content?

In der Umfrage wurde Explizit nach Websites von 43 things, Blogger, Clipfish, Del.ici.ous, Digg, Facebook, Flickr, last.fm, myspace.com MySpace, StudiVZ, Twitter, Wikipedia, Xing und YouTube gefragt.

In Deutschland ist die Wikipedia am häufigsten besucht. Im Bereich der Social Networks wie Facebook liegt Deutschland jedoch weit hinten im Vergleich. Zum Zeitpunkt der Umfrage hatten nur 6% ein Facebook-Konto im Vergleich zu 27% der Franzosen und 47% der Briten. Meiner Meinung nach liegt dies aber auch an der noch lange fehlenden deutschen Übersetzung – was sich ja bekanntlich geändert hat. Auch mit dem Begriff User Generated Content fangen die Deutschen erstaunlich wenig an.

Hier ein Auszug aus dem Fazit der Studie:

Die Wandlung des Internet vom statischen Datenkanal zur interaktiven Plattform ist bereits seit langem Wirklichkeit. Heute nutzen viele Surfer das Web zum Chatten, Bloggen oder Einstellen von Fotos und Videos – und erstellen so interaktive Inhalte. Zu einem wirklichen Massenphänomen jedoch ist „Web 2.0“, das Internet zum Mitmachen, noch nicht geworden.

Der Bekanntheitsgrad von Web2.0 ist dennoch von 37% (200&) auf 52% (2008) angestiegen. Immer mehr Surfer verwenden mE interaktive Websites ganz selbstverständlich. Ein Einkauf ohne Meinungen und Kommentare anderer Käufer ist für mich  inzwischen fast unvorstellbar geworden. Zum Glück kann man im Media-Markt ja auch noch ein ausgetselltes Notebook mit Internet finden und sich dort kurzerhand die Kommentare zum favorisierten Produkt auf Amazon ansehen. Mit etwas Pech für den Media-Makrt wird der Artikel dann dort direkt bestellt, denn Geiz ist ja…

Wer sich zum Thema weiterbilden möchte, dem empfehle ich sich mal folgende in der Wikipedia gelistete Begriffe rund um Web2.0 anzusehen: User-Generated Content, Crowdsourcing, The Long Tail, Mass Customization, Folksonomy, Social Network, Social Commerce, Social Software, Citizen Journalism, Open Innovation, The Wisdom of Crowds, Viral-Marketing

Die Studie kann man als PDF-Dokument auf der Website von Dialego herunterladen.

[via heise]

Endlich Single-Sign-On mit openID?

Wie wäre es, wenn man nicht für jede neue Anwendung im Web (jedes Forum, jedes Wiki, jedes Portal, jeden Shop…) einen neuen Benutzerzugang einrichten müsste? Jedesmal Benutzerdaten eingeben wie nervig ist das denn! Und wie oft war der gewünschte Benutzername schon vergeben oder das Passwort zu kurz? Die Folge sind vergessene Benutzernamen und Passwörter – mit der Zeit ein kleines Chaos bei den meisten Anwendern.

openIDopenID ist ein dezentrales Single-Sign-On System zur eigenen Identifizierung im Web. Vor 2/3 Monaten war das kam Thema kurz auf und seither sammle ich Informationen für einen Blogpost dazu und verwende mit phpMyID meinen eigenen ID-Server. Nachdem das Thema gerade wieder überall in meinem Feedreader auftaucht, habe ich beschlossen endlich meinen Post zu schreiben. Drei Punkte: Was bringt openID?, Wie funktioniert openID?, und Wie kann man damit loslegen? und natürlich noch eine Ladung Links im folgenden. Continue reading Endlich Single-Sign-On mit openID?

Wiki-Erfinder Ward Cunningham im Gespräch

Ward Cunningham © Public DomainWard Cunningham, der Erfinder des Wikis und Autor von „The Wik Way„, spricht mit Dan Briklin über die Entstehung des Wikis (Podcast in englisch, Dauer 1:26h: MP3) Ein langes Gespräch über Computer, Programmierung, HyperCard, Hypertext Ende der achtziger Anfang der neunziger Jahre und wie sich daraus sein erstes Wiki entwicklt hat (ab ~35. min). Interessant für alle die sich für Geschichte des Wikis interessieren. [via Socialtext]

Wikiposium 2006 – Review

Interessante Vorträge, Diskussion und Austausch im kleinen Kreis gab es letzten Samstag beim 2. Wikiposium in Wien. Veranstalter war die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG). Die Vorträge waren durchweg interessant. Hier ein kleiner subjektiver Überblick meiner Links, Notizen, Gedanken entlang der Vorträge.

Markus Glaser - Richard Heigl - Autoren von Wiki Web CollaborationSemantic Wikis - Mag. Andreas BlumauerWikiposium Teilnehmer

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wetpaint: wiki wiki noch schneller?

wetpaint wikiBei wetpaint wird an noch schnelleren wikis gebaut! Als Ward Cunningham damals (1995) sein wikiwikiweb startete, wollte er nichts weiter, als mit anderen Entwicklern schnell und einfach online dokumentieren. Heute revolutionieren Wikis kollaboratives Arbeiten in Unternehmen und sind aus dem Web nicht mehr wegzudenken. 2005 galt u.a. als „Jahr des Wikis“, insbesondere durch den Boom der Wikipedia. Klar, ein Wiki ist eine Webseite, die es jedem Besucher ermöglicht, ihren Inhalt zu bearbeiten. Wirklich jedem? Continue reading wetpaint: wiki wiki noch schneller?

TWiki Version 4.0 ist erschienen

TWiki ist das am weitesten verbreitete Open SourceTWiki Logo Wiki im Unternehmensbereich. Am 1. Februar ist die Version 4.0 erschienen. TWiki ist Perl basiert und benötigt keine Datenbank sondern eine einfache Ordnerstruktur zum Speichern der Daten. Einige für Unternehmen wichtige Features sind z.B. das einfache Verwalten von Berechtigungen und die hierarchische Struktur sowie die Möglichkeit verschiedene Subwikis zu verwalten. Die Version 4.0 wurde an folgenden Stellen verbessert:

Neue Features

  • WYSIWYG Editor (beta)
    Kommentar: Der WYSIWYG Editor konnte schon als Plugin in die bisherige Version integriert werden, allerdings gab es bisher noch einige Fehler die vermutlich nicht alle behoben wurden, da dieses Feature als „beta“ bezeichnet wird.
  • Verbessertes Skin mit vielen Benutzereinstellungen
  • Wesentlich einfachere Installation
    Kommentar: Die Installation eines TWiki war bislang nur etwas für erfahrene Admins mit Rootzugriff auf den Server
  • Sessions sowie Login/Logout wurden integirert und verbessert
    Kommentar: TWiki ermöglicht eine Benutzer-Authentifizierung via LDAP. Leider war es bislang nicht ohne weiteres möglich sich abzumelden. Ein Sessionmanagement war nur mit dem Sessionplugin möglich.
  • Mehrsprachige Benutzeroberfläche
    Kommentar: Ein Feature das hauptsächlich für große internatinale Unternehmen interessant sein wird. Bleibt abzuwareten ob auch mehrsprachige Inhalte erstellt werden können.
  • Verschachtelte Webs

Alle Features werden auf twiki.org aufgelistet. Dort kann man auch die Version downloaden. In nächster Zeit werde ich das neue TWiki im Intranet bei Eberspächer testen und bin gespannt ob sich ein Update lohnen wird. Derzeit gibt es wenige Alternativen zum TWiki. In Frage kommen vorallem das Confluence Wiki und JotSpot. Sie bieten beide einen recht guten WYSIWYG Editor und ein gutes Gesamtkonzept. Allerdings sind sie Lizenzpflichtig und kosten jeweils ca. 10.000 USD pro Jahr, um ohne Einschränkung verwendet werden zu können. Auch das von Wikipedia eingesetzte Mediawiki ist inzwischen in der Version 1.5.6 erhältlich. Auch dort gibt es erste Ansätze zur Verwaltung von Berechtigungen. Eine wirkliche ernsthafte Entwicklung eines WYSIWYG Editors konnte ich für das Mediawiki noch nicht finden, oder weis jemand mehr?

wikipedia und vandalismus

habe heute eine studie von IBM Watson Research Center und MIT entdeckt, die sich mit vandalismus in der wikipedia befasst. Ein ergebnis davon ist, dass durch vandalismus zerstörte artikel in weniger als drei minuten wieder hergestellt sind. Das bedeutet, dass ein normaler wikipedia besucher fast nie einen "leeren" artikel zu sehen bekommt.  bin gespannt was ich davon alles für meine diplomarbeit verwerten kann.

wikipedia: schwere geburt

Diesel-Partikelfilterso, nun ist er online, "mein" erster artikel bei wikipedia. Nachdem ich nun ja schliesslich bei Eberspächer diplomarbeit über wikis schreibe ist es ja schlecht möglich das eberspächer nicht in wikipedia vertreten ist, zumal z.b. Festo immerhin ein paar zeilen online hat, meinte zumindest der chef (hallo chef ;-) ). (hintergedanke war ausserdem das google & yahoo derzeit wikipedia-links recht hoch bewerten, aha.) soweit so gut, PR-Abteilung oder so muss was schreiben…

um es kurz zu machen:

  1. ich bekomme vier zeilen per email von der netten dame, die ich online stellen soll (ok, hab ich auch gemacht obwohl die nicht gut geschrieben waren, – für eine enzyklopädie eben)
  2. 15 min später sind 90% der zeilen weg oder verändert und ein löschantrag wg. "fehlender relevanz des unternehmens" gestellt (schluck bei was für nem laden bin ich denn gelandet? *gg*)
  3. nach einigen diskussionen über "schwingfeuerheizer der bundeswehr" und "standheizungen im VW-Käfer" und ob 1,47 Mrd € viel ist endlich die entscheidung: Der Artikel bleibt, Eberspächer ist relevant. (welch erleichterung)
  4. Also neuen artikel vom Herrn "PR" bekommen (aha, schon besser), formatiert, bilder hochgeladen. schön.
  5. drei min. (3 minuten, ja!) später war ein löschantrag auf dem bildchen, wegen urheberrechtsverletzung und so (wiebitte) und ein link dass es wohl Eberspächer.com gehören würde (aberhallo, wem den sonst, stand doch dabei). Minute fünf nach abspeichern des artikels waren die bilder wieder raus. (ok, danke, ihr seid schnell)
  6. Ich hatte erst mal die nase voll und bin mit den kollegen über mittag zum schnellrestaurant.
  7. Am nachmittag hab ich dann erst mal eine schulung zu freinen lizenzen erbeten und die bilder nach absprache dann unter die GNU-Lizenz für freie Dokumentation gestellt und wieder im Artikel verlinkt.
  8. ok, bis eben steht der artikel noch drin… (puh). Cool, wie die wikipedia funktioniert. Ich hättes es mir nur etwas einfacher vorgestellt den, ähm, ca. 250.001 artikel zu erstellen.