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Google Reader Ausstieg: Tiny Tiny RSS Reader und Feedly

Langsam wird es Zeit sich konkreter Gedanken um die Google-Reader nachfolge zu machen (hier der Artikel zur Abschaltung). Nach einigen Monaten, in denen ich hauptsächlich die Meinungen anderer Blogger verfolgt habe, scheint die beste Plug and Play Alternative Feedly zu sein. Wer selbst einen Server betreibt, bekommt mit Tiny Tiny RSS ein gutes Webtool und bleibt damit unabhängig.

Feedly – Plug and Play

Ich verwende Feedly parallel schon seit Wochen und kann damit leben. Allerdings greift meines Wissens Feedly immer noch auf die Google-Reader API zu. Dies soll sich zur Abschaltung natürlich ändern – ich hoffe dass damit alles glatt geht. An Feedly wird aktuell hart gearbeitet, viele Hinweise zu neunen und geplanten Funktionen bekommt man im Blog.

Gut an Feedly sind die Apps fürs iPhone (und natürlich auch Android). Im Browser benötigt man ein Plugin, welches aber auch für Chrome, Firefox und Safari angeboten wird. Alles verläuft sehr einfach weil man sich eigentlich nur mit dem Google-Account anmelden muss. Alles andere verspricht Feedly quasi selbst zu erledigen. Feedly somit mal als Empfehlung für alle, die “einfach weiterlesen” möchten.

Tiny Tiny RSS

Tiny Tiny RSS ist ein RSS-Reader für den eigenen (Root)Server. Eine Installation in einem normalen Webspace-Paket ist wohl nicht so zu empfehlen. Wer ein wenig Linux-Grundwissen hat, sollte mit der Installation jedoch keine Probleme haben.

tiny_tiny_rss

Die Installationsanleitung gibt es auf der Website. Hier meine Schritte:

MySQL Datenbank und User anlegen


mysqladmin create -uroot -p
mysql -uroot -p
grant all on .* to ''@'localhost' identified by 'geheim';

Installation

Das aktuelle Paket herunterladen und im Document-Root entpacken:

wget https://github.com/gothfox/Tiny-Tiny-RSS/archive/1.7.9.tar.gz
tar -xzf 1.7.9.tar.gz
mv Tiny-Tiny-RSS-1.7.9 tt-rss
chown -R www-data:www-data /var/www/

Ich habe für den Document-Root einfach einen Link erstellt. Der Webserver sollte Schreibrechte erhalten, damit einfache Updates möglich sind.

Mit dem Aufruf der entsprechenden URL (http://meinedoma.in/tt-rss) wird man durch die Installation geführt. Je nach eingestellten Schreibrechten muss dabei die config.php manuell erstellt werden.

Feeds automatisch aktualisieren

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Feeds regelmäßig zu aktualisieren. Ich habe bei Linux und Ich einen Verweis auf das init-Skript von noctus.net entdeckt, was ich am komfortabelsten fand:

Datei /etc/default/tt-rss anlegen

  • Der Pfad zum document-root des Tiny Tiny RSS muss angegeben werden
  • Die Updates dürfen nicht mit dem root-User laufen. Hier z.B. der Apache-Benutzer www-data.

Datei /etc/init.d/tt-rss anlegen. Das init-Skript muss ausführbar gemacht werden mit chmod +x /etc/init.d/tt-rss

Google Reader Feeds importieren

Zuerst über Google Takeout die eigenen Feeds exportieren. Den Google-Reader unter “Dienst auswählen” markieren. Unter “Downloads” wird im eine ZIP-Datei bereitgestellt. Man benötigt daraus die subscriptions.xml. Der Import erfolgt in Tiny Tiny RSS über “Einstellungen/Feeds/OPML. Weiter können auch “starred/shared items” über ein Plugin importiert werden.

Plugins für Tiny Tiny RSS

Damit (Youtube)-Videos angezeigt werden benötigt man ein Plugin “Videoframes”, welches man von Github laden kann. Einfach im Verzeichnis Plugins ablegen und über die Einstellungen aktivieren.

Im Wiki findet man einige weitere Plugins die ich mir noch genauer ansehen muss. Interessant finde ich das Plugin für den URL-Shortener Yourls den ich im Einsatz habe. Spontan fehlt mir ein Plugin für Buffer und Readability.

Weitere Links und Artikel zu Tiny Tiny RSS

Externe RSS-Reader andocken (MAC, iPhone)

Gerne würde ich auch meine bestehenden RSS-Reader weiter verwenden. Aktuell verwende ich die Reeder-App auf Macbook und iPhone, auf dem iPad kommt Mr. Reader zum Einsatz. Die Mr. Reader App wird aktuell aktiv weiterentwickelt, leider ist mit der aktuellen API von Tiny Tiny RSS jedoch keine Synchronisation möglich.

Damit scheint aus dieser Auswahl die Reeder-App auf dem iPhone derzeit die einzige Option zu sein. Natürlich interessieren mich die Tools uns Apps meiner Leser. Gibt es irgendwelche Tipps?

Zwei Filme zu Indien

Während ich noch viele der 2000 Bildern löschen und sortieren und dazu einiges an Videomaterial von unserer Indien Reise sichten und schnipseln muss, hier zwei kurze Video / Film Empfehlungen:

Kilian Martin: India Within

India Within, ein Skate-Film mit Kilian Martin der in Indien gedreht wurde. Wie immer beeindruckendes Skaten gespickt mit einigen netten Momentaufnahmen an einigen Orten an denen wir auch unterwegs waren (z.B. in Varanasi am Ganges).

Film: Best Exotic Marigold Hotel

Best Exotic Marigold Hotel ist ein kurzweiliger Film der in Indien spielt. Nicht sonderlich anspruchsvoll, aber einfach nett und was zum Lachen, vor allem, wenn man sich auf dem Rückflug von Indien befindet. Hier der Trailer:

iPhone: Fünf Jahre mobil im Netz

Kürzlich habe ich mal wieder ein wenig in meinen alten Mails herum gestochert und bemerkt, dass mein iPhone 2G (Classic) am 20.01.2008 als Privatimport aus USA bei mir ankam. Seither hat sich mein Alltag verändert und ein Smartphone ist nicht mehr wegzudenken. Der prüfende Griff zur rechten Hosentasche beim Verlassen der Wohnung fühlt sich schon fast wie angeboren an. Adressen, E-Mails, Navigation, Kamera, Kalender … dabei. Unterwegs wird noch geprüft, warum man jetzt das Haus verlassen hat, wie die Adresse des Zielortes ist und wie man dort hin kommt. Außerdem noch schnell im Kalender nachsehen, wann man eigentlich dort sein muss und in den Aufgaben was man nebenher noch erledigen könnte. Wenn’s langweilig wird, kann man ja eines der Bücher weiterlesen, ein schönes Foto schießen oder einen Tweet versenden – oder auch Telefonieren.

Inzwischen habe ich angefangen an gebrauchten iPhones herum zu schrauben, einfach weil es Spaß macht. Bei eBay werden alte Geräte allerdings weiter hoch gehandelt – was natürlich einerseits für das Gerät spricht, andererseits den Gebrauchtkauf erschwert. Vielleicht werde ich mir irgendwann auch mal wieder ein Android-Gerät zulegen, z.B. ein Nexus 4.

Historie: 

  • 29. Juni 2007: iPhone Verkaufsstart in den USA
  • 9. November 2007: Verkaufsstart in Deutschland durch T-Mobile
  • 20. Januar 2008: Mein erstes iPhone 2G (siehe iPhone Einsteigertipps)
  • 08. Februar 2008: Unlock für 1.1.2 (siehe iPhone OTB 1.1.2 unlocked)
  • 02. Januar 2010: Test des HTC Hero mit Android (siehe HTC Hero vs. iPhone Classic?)
  • 31. Januar 2010: iPhone 3 GS
  • 07. Juli 2010: iPhone 4 Import aus UK (nach 14 Tagen allerdings wieder gewinnbringend auf eBay verhökert)
  • 10. Januar 2012: iPhone 4S

 

Bildschirm auch mit älteren MacBooks mit Airplay übertragen

AirParrot Optionen

Seit OS X Mountain Lion ist es möglich, den gesamten Bildschirm eines Apple Rechners auf das Apple TV 2 & 3 zu übertragen. Dies ist eine sehr praktische Funktion, um z.B. Bilder, Präsentationen oder anderes spontan und drahtlos zu übertragen. Leider ist dies von Apple nur für folgende Hardware freigegeben:

  • iMac (ab Mitte 2011)
  • Mac mini (ab Mitte 2011)
  • MacBook Air (ab Mitte 2011)
  • MacBook Pro (ab Anfang 2011)

Für ältere Modelle und Betriebssysteme (ab OS X 10.6) gibt es als Alternative die App AirParrot. Diese ermöglicht Inhalte an das Apple TV oder auch andere Monitore zu übertragen. Natürlich werden auch Audio und Video übertragen. Aktuell ist die App noch bis 16. Nov 2012 im Angebot und um 20% auf 7,99 USD reduziert, weshalb ich gleich mal unser 2009er MacBook Pro damit ausgestattet habe.

Die App ist außerdem für Windows (ab Win XP) erhältlich.

(via Apple TV Hacks)

Freakstock 2012

Es war wieder mal ein nettes Freakstock dieses Jahr. Gefühlt aber weniger Action, weniger Bilder, weniger Programm und Musik und mehr Schlaf (alles rein Subjektiv). Ich werde älter ;-).

Ein paar gute und nicht gute Sachen die mir Spontan einfallen:

  • Geiles Revival-Konzert von The Rodeo Five (MP3s)
  • Falafel schmeckt nicht, Pommes sind ok
  • Auch gut: The Black Atlantic, Lingby, Same Same Here
  • Wieder krass @Listener. Sie sollten an den musikalischen Qualität arbeiten.
  • Beschissenes Mobilfunknetz (Vodafone). Für’s nächste Jahr sollte ich mal das WiFi abchecken, oder ein Freifunk-Netz organisieren! (Wer ist denn da Ansprechpartner @freakstock?)
  • Worthaus am Samstag war gut, Stefan kennt jetzt jeder
  • Very nice: Artland & Quit ‘n’ Riot
  • Es gibt kein Fritz-Cola “light” (Die Bar-Tante meinte abfällig: “Süßstoff ist eh ungesund.”). Aber jetzt gibt’s doch die Stevia die ich gern mal testen wollte!
  • Twitter wird unterschätzt, keine Interaktion möglich. @freakstock schreibt nur automatisiert das es neue Bilder auf Facebook gibt, @JFD_Infopoint hat auch nach sechs Tweets aufgegeben. Dabei hatten die doch WiFi?
  • Ich habe provisorisch für’s nächste Jahr eine Freakstock-Liste auf Twitter eingerichtet und füge alle die #freakstock verwenden via IFTTT hinzu. Mal sehen ob es klappt.
  • Bessere Bilder auf Facebook (hab ich auf Twitter gelesen ;-)) und auf der Website.
  • Martin war auf dem Wacken

zehn Bilder

Emergent Süd-West Treffen

Am 03. März ist es mal wieder Zeit für ein Treffen für Emergent SüdWest in Karlsruhe. Diesmal gönnen wir uns ein kleines gemeinsames Freizeitprogramm. Wer möchte kann sich gerne kurz Melden und mitkommen!

Folgender Ablauf ist geplant:

Annika und ich fahren von Esslingen aus – falls jmd. eine MFG sucht.

Wie das Internet unser Gehirn verändert…

Sehr interessant finde ich Studien über die Auswirkung moderner Medien auf die Gesellschaft. Diese Infografik des Rasmussen College visualisiert die veränderte Mediennutzung und die daraus folgenden Auswirkungen von erhöhtem Multitasking. Wir leben in einer Mediengesellschaft, in der immer mehr Informationen verarbeitet werden können und sollen. Nicht nur in der Arbeitswelt bin ich mit sehr vielen “Kontext-Switchen” konfrontiert (So bezeichnen wir intern das ständige Hin und Her zwischen Themen und Projekten). Anrufe, E-Mails, Aufgabenlisten, Termine, Besprechungen und Kaffee trinken. Man gewöhnt sich wohl daran immer mehr unterschiedliche Punkte kurzfristig (teilweise) zu erledigen. Auch privat umgebe ich mich mit vielen wechselnden Themen. Das merke ich, wenn in diversen Browsern viele Tabs geöffnet sind und das Smartphone immer greifbar in der Nähe liegt. Fernsehen, ältere oder langsame Filme sind anstrengend oder langweilig. Bücher lesen strengt meist mehr an als noch vor einigen Jahren. Das folgende Zitat aus der Seattle Times kann ich damit durchaus nachvollziehen:

The stimulation provokes excitement … that researchers say can be addictive. In its absence, people feel bored.

Um effizient zu Arbeiten ist es aus meiner Sicht wichtig, auf der einen Seite zu lernen aus vielen Informationen zu filtern und auf der anderen Seite nicht in stumpfes und unproduktives Multitasking abzurutschen. Dies Auswirkungen laut der Infografik sind Stress, fehlen von kreativen Fähigkeiten, fehlende Problemlösefähigkeit und langsames Denken.

„Im Endeffekt dürfte es heute wichtiger sein, wie gut ein Mitarbeiter seine Aufmerksamkeit gezielt auf etwas richten kann, als wie sachkundig er ist.“ (vgl. FAZ.net, David Dalrymple)

Dieses Zitat aus einem älteren Artikel der FAZ betont im Gegensatz zum Multitasking die Fokussierung.

Wir benötigen beides, die Fähigkeit Informationen zu Scannen um einen Überblick zu erhalten und gleichzeitig zu bewerten und zu fokussieren um effektiv und gleichzeitig effizient zu sein.

3D-Drucker – reprint yourself

Heute war ich bei @powtac 3D-Drucker zusammenbauen. Simon hat über die Feiertage mit seinen fünf Brüdern zusammen ein schönes Technologie-Bastel-Projekt gestartet: Aufbau eines RepRap Druckers.

Ein RepRap Drucker ermöglicht kleine Kunststoffteile dreidimensional zu Drucken. Weitere Informationen z.B. in diesem Artikel bei Heise.

Unter 6brueder gibt es regelmäßig Bilder und Updates aus der Werkstatt. Heute haben wir die Verkabelung abgeschlossen, die optischen Endpunkte kalibriert sowie den Arbeitstisch ausgerichtet. Leider ist heute Abend der Temperatursensor “abgeraucht”. Weiter liefert der Extruder für den Kunststoff noch keinen Vorschub. Alles sicherlich Kleinigkeiten die in den nächsten Tagen gelöst werden. Ich bin gespannt auf die ersten Kunststoffteile. Bestellungen kann man vermutlich bald im Blog einreichen ;-).

Informationen und Aufbauanleitung gibt es u.a. im Wiki von RepRap sowie der deutschen Community Seite.