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Hello Edinburgh

Erstaunlicherweise funktioniert die Live-Übertragung aus meinem Heimkino via Macbook und Skype sehr gut. Annika hatte über 1 1/2h ein recht gutes Bild, übertragen von meiner iSight Kamera und Skype. Der Film Willkommen bei den Sch’tis ist dabei auch eine echte Empfehlung für einen kurzweiligen Abend. Hier ein Screenshot von Anni’s Sicht:

Bildqualität via Skype
Bildqualität via Skype

Natürlich ist das keine Dauerlösung, deshalb bin auch auch in 3 Wochen wieder in Edinburgh. Aktuell ist Skype das Tool des Jahres 2009/2010, zumindest so lange meine Freundin 1.569 km weit weg wohnt. Hier geht’s zum Trailer auf Youtube.

DIY Workshop

Wenn es um Do It Yourself (DIY) geht, ist JKE mein großes Vorbild. Heute wollte ich auch mal ein Bild von dem zerlegten Gadgethaufen auf meinem Schreibtisch veröffentlichen, hier:

Gadgethaufen: W350i zerlegt
Gadgethaufen: W350i zerlegt

Es handelt sich um das zerlegte Sony Ericsson W350i meiner Schwester in welches das neue gebrauchte Display von Ebay rein musste. Den Tipp das Kunststoffgehäuse mit dem Gitarren-Plektrum aufzuhebeln habe ich vom Meister selbst. Auch mein Minischraubendrehersatz inkl. mini Torx hat gute Dienste geleistet. Wie man das Dingens auseinanderbekommt kann man hier nachsehen – man sollte aber trotzdem genau aufpassen, man hat am Ende eine ganze Menge winzige Bauteile überall. Eine Taschenlampe zum Suchen auf dem Boden und eine Pinzette sind auch ganz brauchbar! JKE nimmt wohl auch immer einen Schluck Isopropanol für klinische Reinheit und gegen die zittrigen Hände (ist wohl der deutsche Changaa). Das muss ich mir aber erst noch besorgen…

Demnächst sollte ich dann auch endlich meine Canon EOS 300d reparieren zerlegen – vielleicht bekomm ich den Auslöser ja wieder hin. Dann gibt es hier auch wieder Bilder in besserer Qualität…

Die Finanzkrise einfach erklärt – Teil 2

Wem der letzte Post etwas zu kompliziert war, für den gibt es das ganze noch weiter herunter gebrochen mit einfachem Beispiel aus der deutschen Hauptstadt:

Mandy’s Bar

Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy’s Bar.

Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz. Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy’s Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.

Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® . Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating- Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy’s Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen.

Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich. Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy’s
Kunden langsam fällig zu stellen.

Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.
Mandy macht Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.

Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.

[vor allem via E-Mail & u.a. beim handelsblatt]

Die Finanzkrise einfach erklärt – Teil 1

Die aktuelle Krise ist nicht nur überall in den Medien präsent, inzwischen wirkt sie sich immer spürbarer direkt im Alltag aus. Auch bei Eberspächer gibt es Kurzarbeit wie man hier nachlesen kann. Zeit sich mit den Ursachen der Finanzkrise etwas genauer auseinander zu setzen:

The Short and Simple Story of the Credit Crisis

Jonathan Jarvis hat die Finanzkrise unter dem Titel „The Short and Simple Story of the Credit Crisis“ sehr gut visualisiert.  Das kurze Video findet man in zwei Teilen auf Youtube (1, 2)

Update: Video am Stück jetzt von Vimeo. Danke an March für den Hinweis.

[von Alex via Formular]

Notiz: Weltsprache Schwäbisch

Was man nicht verpasst haben sollte – und dennoch einige scheinbar nicht kennen, sind die schwäbischen Filmsynchronisationen von dodokay auf Youtube. Unversichtbar für alle Schwaben in jedem Fall. Berühmt berüchtigt u.a. die Tagesschau, Barack Obama in Berlin, Bruce Willis und eBay, Virales Marketing.

Wer noch immer nicht genug hat, Martin Hiegl hat die Sendung des SWR „Was wäre, wenn? – Die Welt auf Schwäbisch“ in seinem Blog veröffentlicht.

Truthahn mit Whiskey

Habe mir eben noch ein Gläschen Glen Grant genehmigt und dazu von Jochen ein passendes Truthahn Rezept erhalten:

Es lassen sich auch Backhendl, Gans oder Wachteln verwenden. Man nehme einen Truthahn von fünf Kilo und eine Flasche guten Whiskey. Außerdem Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Truthahn mit Speckstreifen belegen, verschnüren, salzen, pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln. Backofen auf 200°C vorheizen.

  • Ein Glas Whiskey auf ein gutes Gelingen trinken.
  • Den Truthahn auf das Bratblech legen und auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben.
  • Ein weiteres Glas auf gutes Gelingen trinken.
  • Das Thermostat nach 20 Min. auf 250°C stellen, dass dem Truthahn ordentlich eingeheizt wird.
  • Danach schenke man sich einen weiteren Whiskey ein.
  • Nach halm Schdunde offnen, wenden und den Braten überwachen.
  • Die Fiskyflasche ergreiffn unn sich eins hinner die Binde kippn.
  • Nach ner weitern albernen Schdunnde langsam bis zum Ofen hinschlenderen und die Trute rumwenden. Darauf achtn, sich nich die Hand zu vabrenn’n an die Scheiss Ohfndühr.
  • Sich waidere swei odda ddrei Wixki innen Glas sich unn dann unn so.
  • Di Drute weehrent drai Schdunnt (iss auch egal) waiderbraan un all ssehn Minud’n aufn Dolleddn.
  • Wenn ueerntwi möchlisch ssu die Drute drähn unn fasuchn des Viech aus’m Ohwn ssieh’n.
  • Nochmal än Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasuchn, das Biest rauszukriegn.
  • Den fadammt’n Vogel vom Boden aflasen unn aufner Bladde hinrichten.
  • Aufpassn, dass nich ausrutschn auff’m schaissffetichn Kuechnbodn. Wenn sich drossdem Drute nich wida Aufssuschichtnodersohahaisallesjaeeeehscheissegaaal!!!!

Ein wenig schlafen.
Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonaisse und Aspirin kalt essen.

[via ICQ & diese 90iger-Jahre-Homepage-Perle (die Seite sieht schon ohne Tobias‘ Firefox-Extension Timemachine verdammt gut aus!)]