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Das neue Confluence 5 Wiki

Es geht wirklich schnell mit den Releases von Atlassian. Seit heute ist Version 5 des Confluence Enterprise Wiki verfügbar. Gerade mal von 1 1/2 Jahren wurde die Version 4 veröffentlich – mit einem meiner Meinung nach bisher unerreichten Richt-Text-Editor für die browser basierte Seitenbearbeitung.
Die Version 5 bringt ein überarbeitetes Design und liefert mit kleinen feinen Funktionen noch mehr Optimierungen für den Enterprise Einsatz. Vieles wird mit diesem Release ein gutes Stück runder und passt damit auch gut in das gesamte Portfolio der Atlassian Produkte. Trotz einiger offener Wünschen habe ich noch kein Wiki (geschweige denn ein anderes CMS) im Einsatz gesehen, welches in kurzer Zeit von einer solchen breiten Benutzerzahl akzeptiert und fast wie selbstverständlich verwendet wird.


(Confluence 5.0 Video ins deutsche übersetzt von /SEIBERT//MEDIA)
In den Releasenotes und dem aktuellen Blogpost gibt es weitere Details.

Confluence setzt neue Standards beim Editieren von Wiki-Seiten

Verwundert habe ich gerade bemerkt, dass ich schon 2005 einen kurzen Artikel zum Confluence Wiki geschrieben habe. Erst seit 2010 beschäftige ich mich aktiv mit dem Confluence Enterprise Wiki von Atlassian. Confluence hat die Stärken von damals konsequent ausgebaut und ist inzwischen eines der besten Wikis die ich bisher verwendet habe. Seit der Version 4.0 setzt der WYSIWYG Editor mE den absoluten Standard beim Editieren von Wiki-Seiten.

Es war mal Wikitext…

Wer klassische Wikis kennt verbindet damit immer Wikitext (oder auch Wiki-Code wiki markup, Wiki-Syntax) – eine simple Auszeichnungssprache um die Inhalte zu formatieren. Selbst Wikis mit integriertem Richtext-Editor (WYSIWYG-Editor), wie z.B. Foswiki oder Confluence bis Version 3.5, boten diesen nur als zusätzliche Option zur Wiki-Syntax an. Häufig kam es dabei vor, dass sich der Editor beim Formatieren „verheddert“ hat und dies dann im Wikitext korrigiert werden musste.
Wiki Befürworter betonen gewöhnlich die einfache Wiki-Syntax mit der schnell Inhalte von jedem erstellt und bearbeitet werden können. Viele Anwender (die „Wiki-Gegner“) weigern sich (oder tun sich zumindest sehr schwer) Wiki-Syntax zu verwenden und bezeichnen sie als kompliziert und vorsintflutlich. Der große Gewinn durch das Wiki-Prinzip – die Art und Weise wie Zusammenarbeit offen, transparent und versioniert umgesetzt wird – wird dadurch nicht erkannt. Wer jedoch einmal ernsthaft gemeinsam zentral Dokumente erstellt und weiterentwickelt hat, möchte diese Art der Zusammenarbeit im Team i.d.R nicht mehr missen. Damit es dazu kommt, muss man sich, wie bei vielem, erstmal darauf einlassen und es ausprobieren. Und gerade dabei spielt die „geringe“ Hürde des Editors eine oft unterschätze Rolle bei der Wiki-Adoption.

Neue Funktionen im Richtext-Editor

Atlassian hat in den letzten sehr viel in die Entwicklung eines neuen Editors gesteckt und diesen perfektioniert. Zur Version 4.0 von Confluence wurde außerdem auf einen reinen Richtext-Editor umgestellt. Das umschalten auf Wiki-Markup ist damit nicht mehr möglich, was viele Wiki-Geeks anfangs in Angst und Schrecken versetzt hat. Dies war ein  überfälliger Entwicklungsschritt, der z.B. auch schon lange in der Entwickler-Community des TWiki/Foswiki diskutiert wurde. Natürlich verläuft eine solch gravierende Änderung nicht ganz problemfrei ab, aber ich war erstaunt, wie gut der Editor von Anfang an war. Mit dem Verzicht auf Wiki-Markup wurde es einfacher möglich komplexe Wiki-Funktionen anwenderfreundlicher zu integrieren. An Stellen an denen bisher für den Anwender kryptische Makros standen, können nun über Konfigurationsmenüs die Sonderfunktionen eingefügt und mit einem Platzhalter visualisiert werden.
Meine Top-Features des neuen Editors sind u.a.

  • Automatische Konvertierung von Wiki-Syntax während der Eingabe
  • Automatische Vervollständigung bei der Verlinkung von Seiten, Benutzern, Anhängen und Makros
  • Drag & Drop von Anhängen
  • Copy & Paste von Grafiken im Editor
  • Viele Tastaturkürzel für sehr schnelles Arbeiten
Hier eines der Videos welches ein paar der Funktionen zeigt:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=dzbm4rma904[/youtube]
Nachdem ich viele Jahre Wiki fast ausschliesslich in Wiki-Syntax editiert habe, vermisse ich dies mit dem Confluence 4.x Editor kein Stück. Durch die Konvertierung von Wiki-Syntax bei der Eingabe war zudem keine Umstellung der „alten Gewohnheiten“ nötig und gerade durch Kenntnis der Wiki-Syntax kann sehr schnell formatiert werden.
Natürlich gibt es bei jedem Wiki stärken und schwächen – auch Confluence hat Punkte die verbessert werden sollten. In einem weiteren Artikel werde ich einige Stärken und Schwächen aufzeigen.

Enterprise Wikis – Das Buch

Wer Martin Seibert und //SEIBERT/MEDIA kennt, weiß, das die Autoren von Enterprise Wikis nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern mit Überzeugung das Thema vertreten. Enterprise Wikis ist ein Buch das ganz klar die langjährige Erfahrung der Autoren mit Wikis widerspiegelt. Es ist vollgepackt mit vielen Praxisbeispielen die helfen ein Wiki im Unternehmen erfolgreich einzuführen und technische, organisatorische aber vor allem auch kulturelle Hürden zu meistern.
Anhand von einem Beispiel-Unternehmen (der Capitol AG) und deren Beispiel-Mitarbeitern (Personas) wird der Leser schnell in die Praxis hineingenommen und lernt spielerisch und oft mit einem zwinkernden Auge der Autoren die Herausforderungen bei der Einführung eines Unternehmenswikis kennen. Bewusst ein wenig überzeichnet sind die typischen Kollegen und Mitarbeiter und deren Verhaltensstrukturen (z.B. Gerd Gebichnichther und Mark Microsoft) die man selbst aus der Praxis kennt dargestellt.  Dabei werden Hintergründe von Konflikten sehr gut aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze vorgestellt. Sicherlich passt nicht alles eins zu eins in das eigene Unternehmen, aber der Leser lernt anhand dieser Beispiele vielleicht selbst an manchen Stellen einen Schritt aus dem eigenen Bild herauszutreten und die Situation besser einzuschätzen.
Enterprise Wikis ist ein Buch, das ganz allgemein auf die das Thema Unternehmenswikis ausgerichtet ist. Wenn man unterschiedliche Wiki-Software kennt, merkt man natürlich, dass viele Enterprise Funktionen wie selbstverständlich auf das Confluence-Wiki von Atlassian beziehen – ein Hintergrund den man kennen sollte, insbesondere wenn man Rückschlüsse auf bestimmte Funktionalität zieht.
Aufmerksame Leser des Blogs von //SEIBERT/MEDIA kennen natürlich auch schon einige Artikel aus denen das Buch zum Teil entstanden ist. Doch nirgends sonst bekommt man das Wiki-Wissen in einer solchen kompakten Form geliefert. Aus meiner Sicht ist es sehr gut für Personen geeignet, die sich noch recht frisch mit Thema auseinandersetzen. Für erfahrene Wiki-Anwender und -Umsetzer ist das Buch eher wie eine „etwas zu ausführliche“ Checkliste – die man bisher vermisst hat. Beim Lesen sollte Notizblock und Stift (bzw. ein Wiki) bereit liegen – ich habe mir an vielen Stellen Notizen gemacht. Themen die man schon längst angehen wollte, die aber wieder untergegangen sind, aber auch viele neue Impulse erhalten, die sicherlich sehr nützlich für die Etablierung eines Unternehmenswikis sind. Das Buch gliedert sich dabei in folgende vier Teile:

  • Unternehmenskommunikation: Wie ein Wiki Unternehmen verändert
  • Technologische Aspekte der Wiki-Einführung und eine skeptische IT-Abteilung
  • Organisatorische und kulturelle Aspekte
  • Wiki-Nutzung ankurbeln

Die Autoren haben ihr Buch in einer Live-Session vorgestellt die man sich auf der Website als Videomitschnitt ansehen kann. Dort bekommt man weitere Informationen zum Inhalt. Wer direkt zugreifen möchte – aktuell erstattet //SEIBERT/MEDIA 50% vom Amazon-Verkaufspreis wenn eine  Rezension auf Amazon erstellt wird.
Vielen Dank an //SEIBERT/MEDIA die mir das Buch kostenlos überlassen haben.

Atlassian bringt webbasiertes Single-Sign-On Tool

Atlassian, ein australischer Softwarehersteller startet mit CROWD ein webbasiertes Single-Sign-On (SSO) Tool. Single-Sign-On ermöglicht einem Benutzer sich einmalig zu authentisieren und dann auf multiple Anwendungen ohne weitere seperate authentifizierung zuzugreifen. Ein Traum vieler Anwender die sich in der Praxis leider meist noch einzeln an diversen Systemen im Unternehmen (teilweise mit unterschiedlichen Benutzernamen und Passwörtern) einloggen müssen. Mit CROWD können die Benutzerinformation aus verschiedenen Systemen herangezogen werden, zB. von einem LDAP-Server und / oder aus dem Microsoft Active Directory (ADS, Authentisierung der Windows Benutzer).

CROWD (c) Atlassian

Atlassian ist Hersteller der bekannten Bugtracker-Software JIRA und Confluence, einem Wiki-Portal für Unternehmen.
[via Atlassian Blog]