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FON – Hotspots in Deutschland

Letzten Freitag war ich auf den Stuttgarter Medientagen und habe mich u.a. mit einem Mitarbeiter von T-Mobile über mobile Breitbandzugänge unterhalten. Nach kurzem Gespräch über schlecht vermarktetes UMTS und überteuerte T-Mobile Hotspots, fragte ich wie T-Mobile mit ihren HotSpots auf die FON-Community reagieren werde. Leider war dem Herrn vom Messestand nichts über FON bekannt.

FON ist weltweit die größte WiFi (WLAN) Community. Unsere Mitglieder teilen ihren kabellosen Internetzugang zuhause und können dafür gratis über alle FON Access Points kabellos surfen, weltweit. (FON Website)

Es ist schon erstaunlich, wie die rasante FON-WiFI-Entwicklung scheinbar verschalfen wird. T-Mobile bietet derzeit ca. 4500 Hotspots in Deutschland an. FON MapsEine Stunde Surfen kostet ca. 8EUR (vgl. T-Mobile-Website). Nach nur wenigen Wochen gibt es in Deutschland inzwischen über 23.000 FON Mitglieder (Foneros), die ihren Breitbandanschluss mit der Community teilen (Info aus dem FON-Blog). Somit hat FON, zumindest zahlenmäßig, T-Online innerhalb weniger Wochen überholt. Ein sogenannter Alien (= eine Person die kein Mitglied der Community ist) kann für 3EUR/Tag über einen FON Hotspot surfen.
Einen Überblick über die weltweiten FON Hotspots bekommt man auf maps.fon.com. Ich habe mich vor selbst einigen Tagen bei FON Registiert und einen kostenlosten WLAN-Router bestellt (Die Router waren im Rahmen einer FON Aktion für begrenzte Zeit kostenlos). Ich hoffe diesen bald zu erhalten und werde dann erneut berichten.

In einem Interview hat Mario Sixtus FON Europa Chef Robert Lang befragt. Dort erhält man detaillierte Informationen über FON.

Jetzt günstiger: Festnetzanschluss mit übler Sprachqualität

Ein Werbeanruf der Deutschen Telekom*:

Anrufer: Guten Tag Herr Weber, mein Name ist Timo W*** von der Deutschen Telekom. Sind sie Kunde bei der Deutschen Telekom?
Ich: Ja, ein bischen… (*Seltsames Knacken in der Leitung*)
Anrufer: Vielleicht habe sie schon von unseren neuen günstigen Tarifen gehört, oder auf ihrer letzten Rechnung … gelesen … Seit dem […] (*teilweise unterbrochene Sprachübertragung*) haben wir unsere Tarife [… blah]
Ich: Bieten sie deutschlandweite Telefonate rund um die Uhr für unter 1ct pro Minute an? (*knack rausch…*)
Anrufer:
Wie bitte? Ich kann Sie leider ganz schlecht verstehen, können Sie lauter …
Ich:
(*klar sowas versteht er nicht*) Ach, sie testen einen neuen Voice over IP Anschluss in ihrem Callcenter?
Anrufer:
Äh, wie bitte, ja, Voice over IP bieten wir auch an. (*unterbrech, rausch*) Ich glaube in ihrem Gebiet ist der Strom gerade schlecht…
Ich:
(*WTF?*) Nein, derzeit keine Probleme hier, vielleicht bei Ihnen?

Anrufer legt auf.

Ist ja krass, fette Stromausfälle in Europa, unterbrochene Telefonleitungen – so langsam fühle ich mich richtig zuhause hier. Ich vermute ja, dass die vielen Ampeln in Deutschland schuld sind an den Stromausfällen. Vielleicht diese und den Winter abschaffen, dann wird alles gut…

Inzwischen denke ich über eine adequate Notfallausrüstung nach, z.B. eine fette Photovoltaikanlage, ein Notebook (das hätten wir ja schon), ein BGAN und dazu einen alten Fishkutter und eine Hütte irgendwo in Patagonien. Nur, wie komme ich zukünftig an den Treibstoff für den Kutter? Vielleicht doch ein Ruderboot…
*Der Dialog ist aus dem Gedächnis wiedergegeben

Breitband in Deutschland

Die letzten Tage war ich in Amelith. (ein winziges Kaff irgendwo in Niedersachsen) Dort habe im Drogentherapiehaus Neuesland etwas an alten PCs und Netzwerk “geschraubt”.* Für ein paar Tage ist es mal ganz angenehm quasi offline zu sein. Einziger Internetzugang für die Mitarbeiter ist die Einwahl mit ISDN. Für die tägliche Arbeit (Email, Behördenformalitäten, WWW, Softwareupdates…) wäre jedoch ein Breitband Internet-Zugang wünschenswert. DSL ist jedoch leider nicht verfügbar.

gibt es kostengünstige Alternativen zu DSL?

Um hearuszufinden welche Optionen bleiben gibt es den Breitbandatlas, eine Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI). Das Ergebnis: Kein Breitband via DSL, UMTS, Kabel, Glasfaser, Stromkabel …

DSL Verfügbarkeit in Amelith
DSL in Amelith und Umgebung

Als einzige Option ist der Zugang via Satellit. In Deutschland werden meist Satelliten-Verbindungen mit dem Rückkanal (Uplink) via Telefonleitung angeboten. Der Uplink wird über eine beliebige Internet-Verbindung (z.B. die herkömmliche Einwahl vie Modem) abgewickelt. Jede Anforderung wird zunächst via Modem an den Internet Provider geschickt bevor z.B. eine Webseite über den Satellit im Browser geladen wird. Beim Surfen ist für diese Abfragen eine Telefonleitung regelmäßig belegt. Es handelt sich meist um kurze Anfragen und durch eine spezielle Technik wird nur für die Dauer der Anfrage die Verbindung hergestellt. Somit verringert sich durch eine sekundengenaue Abrechnung die Verbindungszeit des Rückkanals.

Vergleichbar mit einer normalen DSL-Flatrate ist dies jedoch nicht. Die Kosten sind insgesamt recht hoch.

Ein Beispiel für einen aktuellen skyDSL Zugang (Stand 04.09.2006):

  • Basistarif für skyDSL: 19,90 EUR / Monat
  • Volumenflatrate für unbegrenzte Downloads: 19,90 EUR / Monat
  • 50h für die Rückkanal-Verbindung: 24,90 EUR / Monat

Weiter wird eine Telefonleitung für den Rückkanal belegt. Für einen Telefonanschluß entstehen weitere Kosten. Ein T-Net Anschluß kostet 15,95 EUR / Monat. Wenn man nun täglich 1h 40min online ist (und beispielsweise ein Messenger läuft), summieren sich die Kosten auf 84,65 EUR. Ganz schön viel im Vergleich zu einer herkömmlichen DSL Flatrate.

Neues Land* Für Schulung von Therapiegästen habe ich u.a. versucht einige alte PC flott zu machen. Dazu habe ich z.B. einen PC von 233MHz auf 266MHz sowie von 32MB Arbeitsspeicher auf 96MB Arbeitsspeicher “aufgerüstet” und Windows 98 installiert. Wer die Therapie-Einrichtung mit neueren PCs unterstützen möchte, kann sich gerne bei mir melden.